Schüler Union lehnt Abschaffung der kostenlosen Schülerbeförderung ab

Zu den Plänen der Landesregierung, die Landkreise nicht mehr zu einer kostenlosen Schülerbeförderung zu verpflichten, äußerte sich der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes: „Wir lehnen dieses Vorhaben in aller Entschiedenheit ab. Hier wird wieder der ländliche Raum bestraft: Schon heute gehen viele Schülerinnen und Schüler aus ländlichen Gebieten nicht auf die Gymnasien, weil ihnen die Anfahrt zu weit ist. Dieses Problem würde durch die Abschaffung der kostenlosen Schülerbeförderung weiter verstärkt. Auch dies ist eine Form der sozialen Selektion.”

Die Landesregierung habe Bildung zu einem ihrer Hauptziele auserkoren, aber, so der 17jährige Cordes, „Bildung ist nicht nur Unterrichtsversorgung und Schulstruktur, sondern eine bessere Bildungsqualität wird auch durch eine Verbesserung der Rahmenbedingungen erreicht.“

Cordes nennt aber auch einen weiteren Grund für seinen Unmut: „Die CDU hat sich immer versucht als moderne Familienpartei zu profilieren. Wer jetzt die Familien noch weiter finanziell belastet, hat es offensichtlich nicht verstanden, dass viele Familien schon die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erreicht haben.“ Sparen sei richtig und wichtig, gerade für die junge Generation, aber nicht dort, wo Zukunftschancen verbaut würden.

Die SU fordert daher die Landesregierung auf, „diese unsinnigen und kontraproduktiven Pläne sofort ad acta zu legen“.

SU Niedersachsen feiert Erfolg auf CDU-Parteitag – CDU-Landesparteitag stellt sich hinter SU-Forderungen zur SV-Reform

Einen großen Erfolg verbuchen konnte die Schüler Union (SU) Niedersachsen auf dem Landesparteitag der CDU in Niedersachsen, der am 30. August in Cuxhaven stattfand: Der CDU-Parteitag votierte einstimmig für einen Antrag der Schüler Union Niedersachsen, der eine umfassende Reform der Schülervertretungen fordert. SU-Landesvorsitzender Till Cordes: „Jetzt sind wir guter Dinge, dass Landtagsfraktion und Kultusministerium sich dem anschließen, und noch in diesem Schuljahr eine Umsetzung des Antrages erfolgt. Wir werden weiter darauf drängen.“

Auf die SU aufmerksam machten die 10 SUlerinnen und SUler, die auf Einladung der CDU am Landesparteitag teilnahmen, nicht nur mit einem Infostand, sondern auch mit kleinen Infokärtchen, die unter dem Motto „Nimm twee“ die verbindliche Aufnahme von Plattdeutsch in den Lehrplan fordern – versehen waren die Kärtchen mit Bonbons der bekannten Marke „Nimm2“ und so erhielten die rund 700 Delegierten und Gäste Nervennahrung für die anstrengenden Beratungen.

Höhere Sicherheit im Schülerverkehr – Schüler Union Niedersachsen fordert Überprüfung aller Schulbusse

Angesichts der Häufung von Busunfällen in den vergangenen Wochen mit vielen Toten und Schwerverletzten fordert der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes, die Überprüfung sämtlicher Schulbusse in Niedersachsen und einen verbindlichen Standard für die Beförderung von Schülerinnen und Schülern, der über die allgemeine Betriebszulassung für Busse hinausgeht.

“Für jeden Schüler einen Sitzplatz, insbesondere für die Grundschüler, und bestmöglich ausgebildetete Busfahrer, die insbesondere auch in Stresssituationen mit quengeligen Schülern konzentriert fahren können, sind für uns zentrale Punkte. Auch muss endlich die Praxis gestoppt werden, dass nur die ältesten, heruntergekommensten Busse im Schülertransportverkehr eingesetzt werden”, so der 17jährige Cordes, der selber jeden Morgen von seinem Heimatort Grünendeich zu seiner Schule, dem Gymnasium Athenaeum, nach Stade mit dem Bus fährt.

Die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler dürfe nicht aufgrund der finanziellen Probleme der Kommunen gefährdet werden. Hier seien Politik und Busunternehmer gefragt, richtig und verantwortungsbewusst und schnell zu handeln.

“Plattdütsch ok för unsere Schöler”

“Plattdütsch ok för unsere Schöler” fordert der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes. Nachdem die Hansestadt Hamburg diese Woche das Niederdeutsche als verbindlichen Teil in den Lehrplan aufgenommen hatte, wünscht sich der 17-jährige Altländer dies nun auch für Niedersachsen: “Plattdeutsche Sprachkenntnisse helfen die historischen und heutigen Gegebenheiten unseres Lebensraums zu verstehen. Sie erleichtern dadurch eine bessere Kommunikation mit den Menschen der engeren Umgebung.” Die Auseinandersetzung mit dem Plattdeutschen ermögliche eine stärkere Bindung zur Heimat und fördere zudem auch die analytischen Fähigkeiten.

Eines möchte der Zwölftklässler dabei jedoch klarmachen: “Bei der Aufnahme des Plattdeutschen in den verbindlichen Teil des Lehrplans geht es nicht um das Erlernen der Sprache.” Vielmehr rege die Auseinandersetzung mit dem Plattdeutschen zu einem bewussteren Schreiben und Sprechen an. “Durch den Vergleich zwischen Standardsprache und Mundart werden uns Schülern damit neue Perspektiven geboten”, so Cordes, “denn twee Sprooken sind mier as een!”

Schüler Union: Nein zu Ferienverkürzung

“Diejenigen Politiker, die jetzt eine Verkürzung der Sommerferien fordern, haben offensichtlich selber zu lange Sommerferien, so dass sie auf dumme Gedanken kommen”, so der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes. “Die Zeiten, in denen die Schüler auf der faulen Haut lagen, sind schon lange vorbei. Vielmehr machen die Schüler freiwillige Praktika, Sprachaufenthalte im Ausland oder verdienen sich bei einem Ferienjob Geld und schnuppern dabei gleichzeitig in die Berufswelt rein.”

Auch seien die deutschen Sommerferien im internationalen Vergleich schon außerordentlich kurz, in anderen Ländern seien acht bis zwölf Wochen normal, so der 17-jährige Gymnasiast.

Er nennt aber auch noch einen anderen Grund: “Im Juli und August würde es regelmäßig hitzefrei geben – in den vergangenen drei Wochen wäre wohl kaum ein Schultag ordnungsgemäß beendet worden und damit wäre auch wieder kein zusätzlicher Unterricht erreicht worden.”

Stattdessen solle man mal darüber nachdenken, in den Ländern, die mehr Feiertage haben, diese bei den Schulferien abzuziehen, haben doch die niedersächsischen Schüler immerhin bis zu vier freie Tage weniger als ihre bayerischen Mitschüler.