“Plattdütsch ok för unsere Schöler”

“Plattdütsch ok för unsere Schöler” fordert der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes. Nachdem die Hansestadt Hamburg diese Woche das Niederdeutsche als verbindlichen Teil in den Lehrplan aufgenommen hatte, wünscht sich der 17-jährige Altländer dies nun auch für Niedersachsen: “Plattdeutsche Sprachkenntnisse helfen die historischen und heutigen Gegebenheiten unseres Lebensraums zu verstehen. Sie erleichtern dadurch eine bessere Kommunikation mit den Menschen der engeren Umgebung.” Die Auseinandersetzung mit dem Plattdeutschen ermögliche eine stärkere Bindung zur Heimat und fördere zudem auch die analytischen Fähigkeiten.

Eines möchte der Zwölftklässler dabei jedoch klarmachen: “Bei der Aufnahme des Plattdeutschen in den verbindlichen Teil des Lehrplans geht es nicht um das Erlernen der Sprache.” Vielmehr rege die Auseinandersetzung mit dem Plattdeutschen zu einem bewussteren Schreiben und Sprechen an. “Durch den Vergleich zwischen Standardsprache und Mundart werden uns Schülern damit neue Perspektiven geboten”, so Cordes, “denn twee Sprooken sind mier as een!”

Schüler Union: Nein zu Ferienverkürzung

“Diejenigen Politiker, die jetzt eine Verkürzung der Sommerferien fordern, haben offensichtlich selber zu lange Sommerferien, so dass sie auf dumme Gedanken kommen”, so der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes. “Die Zeiten, in denen die Schüler auf der faulen Haut lagen, sind schon lange vorbei. Vielmehr machen die Schüler freiwillige Praktika, Sprachaufenthalte im Ausland oder verdienen sich bei einem Ferienjob Geld und schnuppern dabei gleichzeitig in die Berufswelt rein.”

Auch seien die deutschen Sommerferien im internationalen Vergleich schon außerordentlich kurz, in anderen Ländern seien acht bis zwölf Wochen normal, so der 17-jährige Gymnasiast.

Er nennt aber auch noch einen anderen Grund: “Im Juli und August würde es regelmäßig hitzefrei geben – in den vergangenen drei Wochen wäre wohl kaum ein Schultag ordnungsgemäß beendet worden und damit wäre auch wieder kein zusätzlicher Unterricht erreicht worden.”

Stattdessen solle man mal darüber nachdenken, in den Ländern, die mehr Feiertage haben, diese bei den Schulferien abzuziehen, haben doch die niedersächsischen Schüler immerhin bis zu vier freie Tage weniger als ihre bayerischen Mitschüler.

Schüler Union Niedersachsen trifft Kultusminister

Den Niedersächsischen Kultusminister Bernd Busemann traf der Vorstand der Schüler Union (SU) Niedersachsen am 21. Juni bei einem „Hearing zur Bildungspolitik“ des Norddeutschen Rundfunks (NDR) in der Szenekneipe „Ständige Vertretung“ in Hannover, das im Rahmen von Hallo Niedersachsen live im Fernsehen übertragen wurde. An der Diskussion nahmen neben Busemann auch Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Wolfgang Jüttner und Hans-Werner Schwarz, Bildungsexperte der Landtags-FDP teil.

Im Anschluss lud Busemann den SU-Vorstand dann erneut nach Hannover ein, um die Verabschiedung des neuen Schulgesetzes im Landtag am 25. Juni mitverfolgen zu können. Der Landesvorstand nahm diese Einladung gerne an, und ein Großteil der neuen Vorstandsmitglieder war so in der Lage, die Entscheidung um die Schulen der Zukunft in Niedersachsen live mitzuerleben.

Die „SUler“ hatten die Diskussion am Rande ihrer konstituierenden
Vorstandssitzung besucht, bei der die Planung für das nächste Jahr gemacht wurde. Till Cordes, Landesvorsitzender der Schüler Union: „Das neue Schulgesetz ist ein guter Anfang, um endlich wieder Ruhe in die Schullandschaft zu bekommen. Jetzt kann sich endlich darum bemüht werden, die niedersächsischen Schulen zu den zukunftsgerechtesten in Deutschland zu machen. Dabei werden wir die neue Landesregierung aufmerksam begleiten und unsere Ideen und Vorstellungen einer modernen und menschlichen Schule in die Diskussion einbringen.“ Gedacht sei dabei insbesondere an die Umsetzung von bilingualem Unterricht an mehr Schulen und die Stärkung der Rechte und Möglichkeiten der Schülervertretungen.

“Zentral aus dem Bildungstief?” – 32. Landesdelegiertentag 2003 in Stade

Bei ihrem 32. Landesdelegiertentag hat die Schüler Union (SU) Niedersachsen am Wochenende 14./15. Juni einen neuen Landesvorstand gewählt. Neuer Chef der größten niedersächsischen Schülerorganisation wurde der 17-jährige Till Cordes aus Grünendeich (Landkreis Stade), der in Abwesenheit kandidierte, da er zeitgleich als niedersächsischer Landessieger am Bundesfinale des Rhetorik-Wettbewerbes “Jugend debattiert” in Berlin teilnahm. Zu seinen Stellvertretern wählten die rund 50 Delegierten aus ganz Niedersachsen Stefan Menk aus Buchholz in der Nordheide (Landkreis Harburg) und Jennifer Schuster aus Fuhrberg (Region Hannover). Als Landesschatzmeisterin wurde Kim-Karen Kusserow aus Buxtehude (Landkreis Stade) wiedergewählt und Pressesprecher wurde der Osnabrücker Jasper Fuhrmann. Beisitzer wurden Hasko Brahms (Leer), Sören Bunke (Celle), Melissa Maiwald (Aurich), Patrick Meurer (Buchholz in der Nordheide) und Christian Thönelt (Salzgitter). Der bisherige Landesvorsitzende Björn Borchers (Stadthagen) hatte nicht erneut kandidiert, da er seine Schulzeit beendet hat.

Hauptredner der Veranstaltung war der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff, der seine politische Karriere selber in der Schüler Union begonnen hat und von 1978-80 ihr Bundessprecher war. Wulff lobte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihr Engagement und freute sich vor allem darüber, dass “die junge Generation total ranklotzt” und ihre Zukunft selber in die Hand nähme.

Inhaltlich beschäftigte sich die Veranstaltung, die im Stader “Stadeum” stattfand, vor allem mit dem Zentralabitur. Hatte sich die SU Niedersachsen in den letzten Jahren immer wieder gegen ein Zentralabitur ausgesprochen, so kippte sie jetzt diesen Beschluss und fordert nun auch zentrale Abiturprüfungen.

Schüler Union trifft sich zur Diskussion über Struktur der Schülervertretungen – Seminar “Schüler an die Macht” in Inzmühlen

Unter dem Motto “Schüler an die Macht” veranstaltete die Schüler Union Niedersachsen am 8. und 9. März ein Seminar in Inzmühlen (bei Buchholz in der Nordheide) und verabschiedete im am Rande tagenden Landesausschuss einen Leitantrag, der einen Entwurf zu einer Strukturreform der Schülervertretung in Niedersachsen beinhaltete. Auf dem Seminar referierte Oberstudienrat Erwin Henninger, SV-Beratungslehrer bei der Bezirksregierung Lüneburg über die strukturellen wie auch die inhaltlichen Probleme engagierter Schüler heute. “Es ist als Schüler eine schwere Aufgabe, sich zu organisieren, da sowohl in Schülerreihen als auch in Schulleitungen und Verwaltungsebenen Desinteresse und Abneigung weit verbreitet sind”, so Henninger, “Weiter ist aber Inaktivität vieler Schülervertreter auch dadurch bedingt, dass an Schulen keine Aufklärung hinsichtlich der Möglichkeiten eines Schülervertreters betrieben wird. Dass die Landesschülerräte in den letzten Jahren nur bedingt aktiv waren und Öffentlichkeitsarbeit häufig zu kurz kam, erschwert dieses allgemeine Problem.”

Zweiter Teil des Seminars in Inzmühlen war eine Podiumsdiskussion mit Maximilian Schmidt, dem Sprecher des Landesschülerrates Niedersachsen, Erwin Henninger und Till Cordes, als Vertreter der Schüler Union, um die Reformpläne aus der jeweiligen Perspektive zu durchleuchten. Die Reformpläne aus Sicht der Politik lieferte André Wiese als CDU-Landtagsabgeordneter in einem Referat am Sonntagmorgen. In der Podiumsdiskussion herrschte Konsens sowohl über die Notwendigkeit von Reformen als auch darüber, dass große Teile der Pläne der Schüler Union zu einer Verbesserung und Reaktivierung der Schülervertretungen führen können.