Deutschland im Abiturwahn – (k)eine Erfolgschance?

 

Diese Frage behandelt das Thesenpapier, verfasst von Jan Brüninghaus, Miguel Palstring und Maximilian Littmann, über welches am 15. Dezember 2018 zahlreiche SUler auf dem ersten Landesausschuss der Wahlperiode 2018/2019 debattierten.

Deutschland erlebte in dem letzten Jahrzehnt einen starken Anstieg der sich einschreibenden Studenten, da immer mehr Schüler in Deutschland das Abitur erfolgreich absolvieren und somit die nötige Legitimation erhalten an einer Hochschule zu studieren. Gleichzeitig sinkt die Zahl der neuen Auszubildenden, weshalb schon jetzt in vielen Branchen qualifizierte Fachkräfte händeringend gesucht werden. Die Schüler Union Niedersachsen betrachtet diese Entwicklung mit großer Sorge, da die berufliche Ausbildung das fundamentale Standbein der deutschen Wirtschaft darstellt. Nicht zu letzt sorgte unser funktionierendes System der beruflichen Ausbildung für eine geringe Jugendarbeitslosigkeit, weshalb es große internationale Wertschätzung erfährt. Deshalb fordert die Schüler Union Niedersachsen , dass der Real-und Hauptschulabschluss und die damit verbundene Berufsausbildung in ihrer Wertschätzung gestärkt werden! Der ausgebrochene Akademisierungswahn  darf nicht durch die gesellschaftliche Ächtung von Nicht-Gymnasiasten weiter angefacht werden. Vielmehr muss die berufliche Ausbildung wieder mehr ins Zentrum gerückt und von der Gesellschaft genauso wie ein abgeschlossenes Hochschulstudium gewürdigt werden! Dadurch würde auch der Bedarf an Fachkräften in vielen handwerklichen Branchen langfristig gestillt werden. Gleichzeitig soll das Gymnasium durch die Wiedereinführung von Schullaufbahnempfehlungen wieder von weniger, unter anderem geeigneteren Schülern besucht werden, um auch die Wertigkeit des Abiturs zu steigern. Darüberhinaus fordern wir eine qualifizierte Berufsberatung an allen Schulen, um Jugendlichen den Einstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern. Das gesamte Thesenpapier findet ihr hier: Thesenpapier Deutschland im Abiturwahn. Wir bedanken uns bei allen Anwesenden für die spannende Diskussion!