Wir brauchen ein bundesweit gleichwertiges Abitur!

Niedersachsen ist mit einem Durchschnitt von 2,58 das Schlusslicht bei dem bundesweiten Vergleich der Abiturnoten. Es ist bereits allgemein bekannt, dass es „das Abitur“ nicht gibt. Zum Beispiel wird ein Abitur aus Bayern mit einem Schnitt von 2,0 als höherwertig angesehen als eines aus Bremen mit demselben Notenschnitt.

 

Das ist nicht hinnehmbar für uns. Wir sind davon überzeugt, dass das Abitur in jedem Bundesland gleich viel wert sein soll. Schließlich ist das Abitur ein universaler Bildungsabschluss, der den Schülern bestenfalls Möglichkeiten eröffnen und nicht Wege versperren soll. In diesem Zusammenhang möchten wir die Kritik des niedersächsischen Philologenverbandes aufgreifen meinen der Vorsitzende des Ring ChristlichDemokratischer Studenten (RCDS) Niedersachsen, Henrik Wärner und der Vorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Phil-Levin Scholz unisono: „Niedersächsischen Abiturienten dürfen durch schlechte Bildungspolitik der Landesregierung keine Chancen bei der Studienplatzwahl genommen werden.“ „Guten niedersächsischen Schülern wird die Möglichkeit genommen, an guten niedersächsischen Universitäten mit hohen Ansprüchen zu studieren“, hält Henrik Wärner fest.

 

Der Wettkampf der sich unter den Bundesländern etabliert hat muss unverzüglich gestoppt werden, denn dieser Wettkampf wird auf dem Rücken der Schüler ausgetragen. Das heißt, dieser Wettbewerb ist kontraproduktiv und senkt langfristig die Qualität der Bildung an deutschen Schulen. „Das ist eine Entwicklung in die falsche Richtung“ resümiert Phil-Levin Scholz.

 

Deshalb setzen sich die Schüler Union Niedersachsen und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten für ein bundesweit vergleichbares Abitur ein. Der einheitliche Aufgabenpool in den Fächern Deutsch, Mathe, Französisch und Englisch für das Abitur 2017 ist ein guter Anfang, es fehlen allerdings weitere Konzepte um die Gesamtsituation nachhaltig zu verbessern. Dabei sind sich beide Vorsitzende allerdings einig, dass Ländern und Schulen für das Erreichen eines einheitlichen Ziels kein Freiraum genommen werden soll: „Ein Standard, viele Wege“. Niedersachsen als Bundesland mit dem schlechtesten Durchschnitt muss hier den ersten Schritt machen. Das niedersächsische Kultusministerium ist in der Verantwortung innerhalb der nächsten Wochen, spätestens aber bis zur 355. Kultusministerkonferenz im Oktober vernünftige Vorschläge einzubringen.