Zweifel bestätigt – Unterrichtsversorgung mangelhaft

Wie Kultusministerin Heiligenstadt am Mittwoch im Landtag einräumen musste, ist die Unterrichtsversorgung an niedersächsischen Schulen auf 99,5% gesunken. Dies ist ein Tiefstand, wie es ihn seit zehn Jahren nicht mehr gab. Zum Vergleich: Noch im letzten Jahr lag die Unterrichtsversorgung bei 102,9%. “Um eine konstante Unterrichtsversorgung zu gewährleisten, sind über 100% zwingend notwendig!”, so Johannis Wilbertz, Landespressesprecher der Schüler Union Niedersachsen. Nur so könnten kurz- oder mittelfristige Ausfälle ausgeglichen werden.

Stop-Schild
© Rainer Sturm, pixelio.de

Besonders die Gymnasien seien von Unterrichtsausfällen betroffen. Vor diesem Problem warnte die Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen, Anna Grill, bereits zu Beginn des Schuljahres: „Schon zum neuen Schuljahr war offensichtlich, dass die bildungspolitischen Fehltritte der rot-grünen Landesregierung zu Mängeln in der Unterrichtsversorgung führen können, wenn nicht entsprechend reagiert wird. Dies ist nicht geschehen, unsere Befürchtungen haben sich daher bestätigt.”

Dass Kultusministerin Heiligenstadt die Sorgen der Elternvertreter einfach abtut, sei fatal. Die Ministerin dürfe die Bedenken der Eltern und Probleme der Schulen nicht ein weiteres Mal ignorieren, sondern müsse einen konsequenten Plan zur Steigerung der Unterrichtsversorgung vorlegen. “Um die Qualität der niedersächsischen Schulen zu erhalten, darf Frau Heiligenstadt nicht erneut versagen!”, appelliert Grill abschließend an die Ministerin.