Schüler Union kritisiert holprigen Start ins neue Schuljahr

Zu Beginn des neuen Schuljahres befürchtet die Schüler Union Niedersachsen, dass es vor allem an den Gymnasien zu großen Problemen mit der Unterrichtsversorgung kommen könnte. „Da die Pflichtstundenerhöhung für Gymnasiallehrer verfassungswidrig ist und somit rückgängig gemacht wurde, hatte das Land innerhalb kurzer Zeit 740 Lehrerstellen neu zu besetzen. Dies ist nur bedingt gelungen“, kritisiert Schuledie Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen, Anna Grill. Die unbesetzten Stellen sollen von Teilzeitlehrkräften und durch freiwillige Mehrarbeit der Vollzeitlehrer aufgefangen werden. Dies könne jedoch keine dauerhafte Lösung sein: Die volle Unterrichtsversorgung müsse garantiert werden können, so Grill.

Zusätzlich benötige man durch die überhastete Rückkehr zu G9 in den nächsten Jahren hunderte weiterer Lehrerstellen. Auch hier müsse Kultusministerin Heiligenstadt rechtzeitig Abhilfe schaffen, damit sich die Unterrichtsversorgung an den niedersächsischen Gymnasien nicht weiter verschlechtere.

Die Schüler Union kritisiert außerdem die mangelnde Unterstützung für Flüchtlingskinder. „Die Kultusministerin schafft gerade einmal 60 neue Sprachlernklassen für schulpflichtige Flüchtlingskinder. Insgesamt gibt es dann 300 solcher Klassen in Niedersachsen. Für die prognostizierten Zahlen von 25 000 bis 40 000 Flüchtlingskindern sind diese jedoch nicht ansatzweise ausreichend!“, beanstandet die stellvertretende Landesvorsitzende Alexandra Seebode. Die Kultusministerin müsse hier frühzeitig handeln und nicht abwarten, bis die Kinder an die Schulen strömen.

Schüler Union kritisiert holprigen Start ins neue Schuljahr

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