45. Landesdelegiertentag der Schüler Union Niedersachsen 2015 – Neuer Vorstand, neue Ideen.

<Am 27./28. Juni 2015 tagten die Delegierten der Schüler Union Niedersachsen im Havenhostel in Cuxhaven.
Auch in diesem Jahr kamen alle Delegierten der Schüler Union Niedersachsen zusammen, um einen neuen Vorstand zu wählen und um sich wieder über wichtige, schulpolitische Belange zu beraten. Im Vordergrund stand dieses Jahr dabei das Verknüpfen von Schule und Wirtschaft. Dazu war unter anderem Enak Ferlemann MdB (CDU), parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium sowie Kai Seefried MdL (CDU), bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, eingeladen. Auch die aktuelle Bildungspolitik in Niedersachsen wurde umfangreich thematisiert.LDT15

Als Tagungspräsident konnte Jonas Soluk gewonnen werden, er war Vorsitzender der SU Niedersachsen von 2010-2012. Es folgten einige Grußworte unter anderem von Tilman Kuban, dem Vorsitzendem der JU Niedersachsen, der sein Grußwort besonders den Gefahren der Schulgesetzgesetznovelle widmete.

Nach einer kurzen Beratung über Satzungsänderungsanträge stellten Anna Grill und Jannes Böck das von ihnen verfasste Thesenpapier „Wirtschaft und Schule – Herausforderungen der Zukunft“ vor, welches ein Konzept zur besseren Verzahnung von Wirtschaft und Schule bietet und von den Delegierten einstimmig angenommen wurde.

In den kritischen Diskussionen mit Kai Seefried und Enak Ferlemann wurde sich mit den Hürden der Verknüpfung von Wirtschaft und Schule noch einmal auseinandergesetzt. Aber großes Interesse galt auch den aktuellen schulpolitischen Entwicklungen, in denen die Schüler Union eine Benachteiligung der Gymnasien und Förderschulen gegenüber integrativen Gesamtschulen sieht, und welche den Schulfrieden und die Unterrichtsqualität in Niedersachsen gefährden.

Wie in jedem Jahr wurde ein Kreisverband, der einen besonderen Verdienst geleistet hat, durch die Aktion „Bester Kreisverband“ ausgezeichnet. Gewinner der Aktion war der Kreisverband Wesermarsch, welcher vor allem für seine exzellente Mitgliederentwicklung sowie für seine kritische Auseinandersetzung mit der Schulgesetznovelle der rot-grünen Landesregierung ausgezeichnet wurde.

Höhepunkt des Landesdelegiertentages war die Wahl des neuen Vorstandes.
In einer Kampfkandidatur ist Anna Grill (17, KV Heidekreis) mit 68,2 % der Stimmen zur neuen Vorsitzenden gewählt worden. Sie löst damit Benedict Lösser als Vorsitzenden ab. Desweiteren wurden Nick Köncke (18, KV Hannover) und Alexandra Seebode (18, KV Göttingen) als stellvertretende Vorsitzende, Julian Wesch (18, KV Cuxhaven) als Landesschatzmeister, sowie Johannis Wilbertz (17, KV Wesermarsch) als Landespressesprecher, gewählt.

Den Vorstand komplettieren die Beisitzer Nicolas Bömelburg (16, KV Helmstedt), Philipp Heitmann (19, KV Oldenburg), Laura Lehne (16, KV Celle), Phil Scholz (15, KV Hannover) und Jan Boris Willhöft (18, KV Uelzen).

Für neue Ideen innerhalb der Schüler Union sorgten die vielen Sachanträge aus allen Bereichen der Schulpolitik.

In ihrem Ausblick auf das kommende Jahr betonte die neue Vorsitzende Anna Grill im Besonderen: „Die Bildungspolitik der rot-grünen Landesregierung ist weit verfehlt und eine absolute Katastrophe! Die SU als Sprachrohr für Schüler wird sich auch weiterhin für den Erhalt eines leistungsorientierten Bildungssystems einsetzen, denn Leistung muss sich wieder lohnen!“ Sie freue sich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem neu gewählten Vorstand und blicke zuversichtlich auf das nächste Jahr.

Es ging erneut ein sehr erfolgreicher Landesdelegiertentag zu Ende.

Die unhaltbare Ministerin

Nach monatelangen Widersprüchen haben die Gegner der Mehrarbeit für Gymnasiallehrer nun endlich Recht bekommen. Das von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt durchgepeitschte Gesetz, welches Gymnasiallehrer zu einer Stunde mehr Unterricht verpflichtet wurde heute vom OVG gekippt.

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Das Verhalten der Ministerin verdient einen ‘Daumen runter’

Aufatmen in Niedersachen! Sowohl Lehrer als auch Schüler nahmen heute mit Erleichterung die Neuigkeit auf, dass die erhöhte Unterrichtsverpflichtung für Gymnasiallehrer offenbar das Gleichheitsrecht und seine Fürsorgepflicht verletzt, damit also verfassungswidrig ist. Dies bedeutet für die Lehrer eine Entlastung bzw. eine Rückkehr zum gewohnten Ablauf, sowie für die Schüler ausgelassenere Lehrer und somit auch einen angenehmeren Unterricht.
Mit Schrecken blicken eben jene, die so erfreut über diese Wendung sind, allerdings auf die Folgen die sie mit sich bringen wird, denn nun stehen wir vor dem Scherbenhaufen der Ministerin der aus einem Bildungschaos besteht, welches hinfällige Versorgungspläne und Planungen der Schulen mit sich bringt. Die große Frage ist momentan, was sich die Kultusministerin und ihre Rot-Grünen Landesregierung nun ausdenken wollen, um dieses Planungschaos zu beseitigen.
Frauke Heiligenstadt hat als oberste Dienstherrin der Lehrerkräfte auf ganzer Linie versagt und ihr Vertrauen in der Lehrerschaft komplett verspielt, aber auch bei Eltern und Schülern stark an Ansehen verloren. Die Selbstgefälligkeit dieser Rot-Grünen Bildungspolitik wird damit ein weiteres mal deutlich. Denn die aktuelle Situation in der Bildungspolitik hätte definitiv vermieden werden können, wenn die Minister auf die Gegenstimmen gehört hätte, die ihr aus verschiedenen Richtungen entgegentraten.
Statt jedoch auf die Stimmen einzugehen, säte die Ministerin vermehrt Zwietracht zwischen Schülern und Lehrern und hat, beispielsweise durch die Inkaufnahme der Streichung der Klassenfahrten, zugelassen, dass die Auseinandersetzung zwischen Lehrern und Ministerium im Klassenzimmer und auf dem Rücken der Schüler ausgetragen wird. Die Leidtragenden dieser neuen Wendung sind letztendlich wieder diejenigen, welche sich von Anfang an gegen die Änderung ausgesprochen haben. Nun fehlen an den meisten Gymnasien zum neuen Schuljahr viele Lehrerstellen.

Im Interesse der Schüler von Niedersachen fordert die Schüler Union Niedersachsen nun die Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter auf, die verhärtet Fronten die seit Beginn des Klassenfahrtenboykotts herrschen zu durchbrechen und wieder Hand in Hand für eine gemeinsame Sache zu arbeiten.
Weiterhin fordern wir Frauke Heiligenstadt dazu auf, die Konsequenzen für ihre Fehler zu tragen und das Trauerspiel durch ihren Rücktritt zu beenden. Wir wollen nicht länger mit angehaltenem Atem auf Ihr nächstes schauriges Experiment warten, sondern eine kontinuierliche und vielfältige Schulpolitik in Niedersachsen.
Letztlich fordern wir die Rot-Grüne Landesregierung auf, schnellstmöglich und in Zusammenarbeit mit den Schulen eine Lösung für die aktuelle Problematik zu finden und nach diesem Fehltritt nicht länger blindes Vertrauen in Ihre angebliche Expertin zu setzen. Die Landesregierung sollte auch andere Änderungen der Ministerin erneut überdenken, so haben die selben Kritiker auch bei der vor ein paar Tagen beschlossenen Schulgesetznovelle Bedenken und Proteste geäußert. Die Ministerin ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Schulpolitik in Niedersachsen die tiefsten Einschnitte seit Langem erdulden muss. Diese Bildungspolitik ohne Kopf und Verstand muss ein Ende haben!