Schüler Union kritisiert Schulgesetzgebung

Die Schüler Union Niedersachsen kritisiert scharf die Schulgesetznovelle der Landesregierung in Hannover, welche die Integrierten Gesamtschulen deutlich bevorzugt und die Bildungsverbände nicht genügend beteiligt.
Nachdem die vorige Landesregierung aus CDU und FDP schon in der letzten Legislaturperiode die Schullandschaft massiv verändert hat, möchte die neue Landesregierung, die damals den „Schulfrieden“ nicht wollte, jetzt die Verstümmelung des gegliederten Schulsystems weiter vorantreiben.

Lukas Voß, Landesvorsitzender der Schüler Union (SU) Niedersachsen, erklärt: „Die vorgelegte Schulgesetznovelle der Rot-Grünen Landesregierung wird die Schullandschaft in Niedersachsen tiefgreifend verändern. Die Hürden für die Gründung Integrierter Gesamtschulen sollen so stark gesenkt werden, dass sich in Niedersachsen bald flächendeckend Gesamtschulen durchsetzen werden! Diese werden bei der Umsetzung eines Ganztagsangebotes bevorzugt behandelt und werden jetzt in dem neuen Gesetz auch als ersetzende Schulform festgeschrieben. Besonders in den vielen ländlichen gegenden Niedersachsen wird diese Änderung der Schulgesetze negative Auswirkungen auf das Schulangebot haben.“
Ankündigungen des Ministerpräsidenten, das Gymnasium bliebe von der Schulstrukturreform unberührt und bräuchte sich nicht zu fürchten, sind: „reiner Hohn, wenn man sich die vorgelegte Schulgesetznovelle anschaut“, meint Voß.

„Dieses Schulgesetz wird gar nichts an den Leistungen oder der Chancen der Schüler verbessern. Anstatt immer neue Schulstrukturen zu beschließen sollte sich die Landesregierung endlich mal um die Qualität des Unterrichts kümmern!“, so Oliver Oswald, Landesschatzmeister im Landesvorstand.
“Diese neu entfachte Debatte kurz nach der Einführung der Oberschulen ist aus Sicht der Schüler Union Niedersachsen vollkommen überflüssig. Politische Debatten sollten nicht mehr über die Strukturen geführt werden, sondern wirklich mal die Verbesserung der Unterrichtsqualität zum Ziel haben, indem Sie such zum Beispiel mit der mangelnden Lehrerausbildung beschäftigt.“

Benedict Lösser, Beisitzer im Landesvorstand, ergänzt: „Es ist ein Skandal, dass Bildungsverbände sich nicht in einer mündlichen Anhörung zu den Gesetzänderungsplänen äußern dürfen! Das Durchpeitschen der Schulgesetznovelle durch die Rot-Grüne Landesregierung ist absolut bezeichnend für den Politikstil dieser Koalition! Auch wenn diese mittlerweile zurückgerudert ist und zumindest den Landeseltern- und Landeschüllerrat befragen will, zeigt das, was von den Versprechungen der Grünen und der SPD aus dem Landtagswahlkampf zu halten ist.“ Für die Regierungskoalition stehe ihre Ideologie wohl deutlich über der sachgebundenen Auseinandersetzung und reelen Verbesserungen der Schulbildung in Niedersachsen.

Schüler Union kritisiert Schulgesetzgebung

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