Schüler Union steht neuer Landesregierung skeptisch gegenüber

Die Schüler Union (SU) Niedersachsen zeigt sich bedrückt über den Ausgang der Landtagswahl in Niedersachsen.
Bei dem äußerst knappem Ergebnis wurde die derzeitige Koalition aus CDU und FDP unter Ministerpräsident David McAllister abgewählt und ein Bündnis aus SPD und Grünen wird voraussichtlich das Land in der nächsten Legislaturperiode führen – mit einer Stimme Mehrheit vor Schwarz-Gelb.
„Diese Rot-Grüne Wackelregierung wird besonders für die niedersächsischen Schüler negative Auswirkungen haben“, meint der SU-Landesvorsitzende Lukas Voß.

“Es wird interessant zu sehen sein, welche Ziele die neue Mehrheit in der Schulpolitik hat. Die noch amtierende Landesregierung unter David McAllister hat am gegliederten Schulsystem festgehalten und somit Leistungsgerechtigkeit und funktionierende Strukturen gesichert – Rot-Grün täte gut daran, keine neue ideologische Strukturdebatte auf Kosten von Schülern, Eltern und Lehrern zu beginnen. “, warnt Voß.

“Leider hat uns die jüngste Erfahrung in anderen Bundesländern gezeigt, dass Rot-Grüne Schulpolitik an den Bedürfnissen der Schüler und Lehrer vorbeigeht. Bisher haben Rot-Grüne Regierungen nur Bürokratie, Zentralismus und die systematische Auflösung des Leistungsgedanken in der Schulpolitik hervorgebracht.”

Benedict Lösser, Beisitzer im Landesvorstand der Schüler Union, fügt hinzu: “Der Wahlausgang ist auch ein Anschlag auf das Gymnasium. Die SPD will Integrierte Gesamtschulen massiv ausbauen und nimmt die Schwächung und Zerstörung vieler Gymnasien landesweit billigend in Kauf. Die Grünen möchten Gymnasien mittelfristig sogar komplett abschaffen! Das kann nicht gut sein für Niedersachsen.”
Auch müsse man um die von Schwarz-Gelb forcierte Reduzierung der Klassenobergrenzen fürchten, da SPD-geführte Kommunen bereits jetzt bei der Umsetzung versagen.

Die Schüler Union Niedersachsen unterstützt die Forderung der CDU nach „kurzen Schulwegen für kurze Beine“. Die SPD stattdessen wolle Schulangebote vom ländlichen Raum abziehen und in Mittel- und Oberzentren ansammeln. Wohnortnahe Bildung werde so für viele Kinder wegfallen und lange Schulwege seien vorprogrammiert, führt Voß aus.

Voß resümiert die Einstellung der SU Niedersachsen: “Die Schüler Union Niedersachsen wird die Arbeit der neuen Landesregierung kritisch begleiten. Wir werden direkt an den Schulen auf die Bedeutung der Entscheidungen der Landesregierung aufmerksam machen. Wir hoffen zudem darauf, dass diese wackelige Ein-Stimmen-Mehrheit dazu führt, dass mit Augenmaß und Kompromissbereitschaft gehandelt wird.”

Die Schüler Union Niedersachsen ist mit über 1.200 Mitgliedern die größte politische Schülervereinigung im Land.

Schüler Union steht neuer Landesregierung skeptisch gegenüber

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