Schüler Union Niedersachsen für mehr Qualität an niedersächsischen Schulen

Landesausschuss in Peine – Reformation des Seminarfaches gefordert

Am Wochenende ist die Schüler Union Niedersachsen der Frage nachgegangen, ob das Unterrichtsniveau an den Schulen im Bundesland ausreichend ist und wo es Verbesserungsbedarf aufweist. In einem Landesausschuss in der Stadt Peine wurden aktuelle Beschlüsse der Bildungspolitik auf kritisch-konstruktive Weise beleuchtet und über Verbesserungsmöglichkeiten vor allem im Bereich der Oberstufe diskutiert.

Diskussionsgäste der größten Schülerorganisation des Landes waren Lasse Weritz, Bildungspolitischer Sprecher der Jungen Union Niedersachsen, Frank Osterhelweg, der Landesvorsitzende der CDU Braunschweig und MdL sowie aus der Region die Kreisvorsitzende der CDU Peine, Silke Weyberg und der Landtagskandidat Christoph Plett.
Lasse Weritz stellte in seinem Vortrag die Hauptprobleme im Bildungssystem heraus. Dabei benannte er die Qualitätssicherung, die Motivation der niedersächsischen Lehrerinnen und Lehrer sowie die Lehrerausbildung im Referendariat. Seinen Schilderungen folgte eine ausgiebige Diskussion um den freien Elternwillen. Die Schüler Union Niedersachsen hat in ihrem Thesenpapier die Forderung entwickelt den freien Elternwillen zu reformieren. Dabei solle den Eltern die Wahlmöglichkeit insofern genommen werden, dass die Empfehlung verpflichtend ist und nur durch einen Aufnahmetest aufgehoben werden kann. Weritz findet diese Forderung zwar im Ansatz richtig, aber in den konkreten Ausmaßen zu weitgehend und fordert stattdessen eine Rahmenrichtlinie für die Schullaufbahnempfehlung. Die Entscheidung solle letzendlich aber bei den Eltern liege, die wollten schließlich immer das Beste für ihr Kind.
Des Weiteren diskutierten die Schülerinnen und Schüler in Peine die Sinnhaftigkeit des Seminarfaches. Bei der Diskussion wurde klar, dass die Sinnhaftigkeit im zweiten Unterrichtsjahr an vielen Schulen einfach nicht mehr gegeben ist. An vielen Schulen wird dieses Unterrichtsjahr für sinnfreie Referate oder das bloße ‚Absitzen‘ von Stunden genutzt. Auch hier sieht die Schüler Union die Politik in der Pflicht: „Wir brauchen verpflichtende Rahmenrichtlinien für das Seminarfach in der Oberstufe.“, fordert der Landesvorsitzende der Schüler Union, Lukas Oscar Voß „Dabei muss universitäres Lernen durchgehend im Vordergrund stehen und bei Nichtbedarf sollte das zweite Unterrichtsjahr eingestampft werden!“

Die Schüler Union Niedersachsen fordert auf ihrem Landesausschuss das Land auf die Qualität an den Schulen im Land nachhaltig zu sichern und somit Niedersachsen im bundesweiten Vergleich spitze zu machen!

Schüler Union begrüßt Einigung der Kultusministerkonferenz

Der Landesverband der Schüler Union (SU) Niedersachsen begrüßt die von der Kultusministerkonferenz beschlossene bessere Vergleichbarkeit der Abitur-Prüfungen.
Die Angleichung der Leistungsanforderungen in den „Kernfächern“ Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch werden in Niedersachsen, Bayern und 4 weiteren Bundesländern bereits bis 2014 angeglichen, bis 2017 ziehen die verbleibenden Länder nach.

„Der Beschluss der Kultusministerkonferenz ist eine großartige Chance für die zukünftigen Abiturienten in ganz Deutschland. Der starken schulpolitischen Zersplitterung und schlechten Vergleichbarkeit von Abiturprüfungen wird damit entgegengewirkt. Dies kann aber nur der erste Schritt sein.“, so der SU- Landesvorsitzende Lukas Voß.

Die Schüler Union Niedersachsen begrüßt das Konzept des „Aufgabenpools“ für Abiturprüfungen, welcher für vergleichbare Prüfungsbedingungen sorgt und gleichzeitig die Autonomie der Länder wahrt.

„Den Unterschieden beim Abitur zwischen den Ländern wird zumindest in den sprachlichen Fächern, sowie in Mathe schrittweise Einhalt geboten. Nun muss dieser Schritt auch in anderen Fächern erfolgen, damit wir diesen Weg konsequent fortsetzen können.“, ergänzt Voß.

Benedict Lösser, Beisitzer im Landesvorstand der Schüler Union, mahnt allerdings an, dass die Angleichung der Abiturprüfungen nicht zu einem Qualitäts- und Anspruchsverlust führen dürften.
„Die Zuständigkeiten für den Bildungssektor sollten nicht zu stark an die Bundesebene abgegeben werden. Schulpolitik muss in erster Linie an den Bedürfnissen der Schüler im Land orientiert sein – nicht an den Vorstellungen realitätsferner Technokraten in Berlin.“, so Lösser weiter.
Dennoch sei dieser Beschluss ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur „Bildungsrepublik“.