SU Niedersachsen fordert Reform des freien Elternwillens

Der Landesverband der Schüler Union (SU) Niedersachsen fordert eine Reform des freien Elternwillens. Demnach solle zunächst die Lehrerempfehlung nach der vierten Klasse Aufschluss über die weitere Schullaufbahn geben. Sollten Eltern ihre Kinder entgegen der Lehrerempfehlung auf eine höhere Schulform schicken wollen, müsse das Kind einen Test durchlaufen, um zu der höheren Schulform zugelassen zu werden

„In den letzten Jahren war der Trend zu beobachten, dass viele Eltern ihre Kinder entgegen der Empfehlung der Schule auf eine höhere Schulform geschickt haben. Die Fähigkeiten der Kinder wurden zu häufig nicht genügend beachtet, was zu Stress und Überforderung geführt hat.“, erklärt der SU-Landesvorsitzende Lukas Oscar Voß in einer Pressemitteilung, „Dabei wollen wir die Eltern nicht entmündigen, jedoch ist es für das Wohl des Kindes und aus pädagogischer Sicht durchaus in einigen Fällen besser der Empfehlung der Lehrkräfte zu folgen.“

Was eine falsche Schulwahl an Folgen haben kann, zeigen die vielen Schüler, die sich über Überlastung und Überforderung beklagen. „So kann es nicht sein, dass Eltern beispielsweise die Oberschule meiden, weil sie die Glückseligkeit nur auf dem Gymnasium sehen.“, macht Landespressesprecher Michael Kruse deutlich, „Das Gymnasium ist nicht für alle Schüler die beste Schulform, es gibt nicht die perfekte Schulform und so ist es wichtig, dass den pädagogischen Einschätzungen der niedersächsischen Grundschullehrer im Regelfall Folge geleistet wird!“

Die Schüler Union fordert im Hinblick auf das Schülerwohl und die Folgen einer falschen Schulwahl, dass der freie Elternwille in Niedersachsen eingeschränkt wird und somit die Lernqualität grundlegend steigt und alle Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen mitgenommen werden.