Schüler Union kritisiert Schulbürokratie

Was darf uns Bildung kosten? Wer entscheidet, wie das Geld an den Schulen ausgegeben wird? Welches Geld wird sinnvoll, welches weniger sinnvoll eingesetzt?

Diesen und anderen Fragestellungen ist am Wochenende die Schüler Union Niedersachsen in Bremervörde nachgegangen. Auf dem zweitägigen Seminar und dem anschließendem Landesausschuss im Jugendhotel Ostel wurde die aktuelle Schulpolitik auf kritische Weise von der finanziellen Seite beleuchtet. Im Mittelpunkt standen sowohl die finanziellen Folgen und Belastungen der derzeitigen Schulpolitik für Schüler und Eltern, als auch die Konsequenzen und Kosten für Staat und Gesellschaft.
Die anwesenden Schülerinnen und Schüler diskutierten hierzu mit der stellvertretenden Landtagspräsidentin Astrid Vockert, dem Bremervörder Landtagsabgeordneten Hans-Heinrich Ehlen, dem Landrat des Landkreises Rotenburg (Wümme), Herrmann Luttmann und dem Bremervörder CDU-Vorsitzenden und finanzpolitischem Sprecher der Jungen Union Niedersachsen Marco Prietz.
Astrid Vockert stellte in ihrem Vortrag die Finanzierungsstruktur von Bildung aus Land und Bund vor und betonte die Wichtigkeit und hohe Priorität von Bildungsausgaben. Hans-Heinrich Ehlen referierte über die Veränderungen in Höhe und Art der niedersächsischen Bildungsausgaben in den letzten Jahren, während Herrmann Luttmann als Vertreter des Landkreises einen Überblick über Entscheidungsprozesse der Gelderverwendung und die Aufgaben des Landkreises als Schulträger gab. Der Vorsitzende der Bremervörder CDU, Marco Prietz stellte künftige Herausforderungen erfolgreicher Schulpolitik heraus und nannte bildungspolitische Konsequenzen aus dem demographischen Wandel.
“Häufig hat man als Schüler den Eindruck, dass eine Menge Geld durch eine überlagerte Bürokratie verschwendet wird. Da gibt es Klärungs- und Verbesserungsbedarf.”, so der Landesvorsitzende der Schüler Union, Jonas Soluk.
Die Schüler Union Niedersachsen fordere daher effizientere Strukturen, die den Fokus der Ausgaben auf die Lernqualität ausrichten sollten.
Lukas Voß aus Bremervörde gab darüber hinaus zu bedenken: “Bildungspolitik und Schulen müssen bei der Haushaltsplanung oberste Priorität haben! Es darf hier trotz der hohen Staatsverschuldung keine unreflektierten Einsparungen geben.”

Schüler Union kritisiert Schulbürokratie

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