Schüler Union setzt sich für sichere Schulen ein

“Kriminalität darf an niedersächsischen Schulen keinen Platz haben!”

Neben gut ausgebildeten Lehrern, hochwertigem Unterricht und einem modernen Schulgebäude sei auch die Sicherheit der Schüler ein entscheidener Punkt guter Schulpolitik, ließ die Schüler Union Niedersachsen kürzlich verlauten. In städtischen Schulen sei die Gefahr für Schüler, mit Kriminalität konfrontiert zu werden, besonders hoch, so die Schüler Union. Neben außerschulischen Einflußfaktoren, wie dem familiären Umfeld, sieht die SU auch das innerschulische Umfeld, wie beispielsweise die Professionalität der Lehrer, als entscheidenen Faktor bei der Ausbreitung von Schulkriminalität an. “Die meisten Lehrer sind auf diesem Gebiet nicht ausreichend genug ausgebildet, um angemessen auf Kriminalität oder sogar Gewalt der Schüler reagieren zu können.”, so der Landesvorsitzende Jonas Soluk.
Aus diesem Grund fordere die Schüler Union verpflichtende Trainings, welche die Lehrer für den Umgang mit Schulkriminalität schulen sollen. Inhalt dieser Trainings solle sowohl Präventivmaßnahmen als auch das richtige Verhalten bei akuter Bedrohungslage beinhalten. Es biete sich an, so die Schüler Union, die Trainings für Lehrer in Kooperation mit der Polizei durchführen zu lassen.

Möglich wäre laut Schüler Union auch eine ausgeprägtere Überwachung des Schulgeländes und –gebäudes durch Videokameras. Allerdings dürfe ein solches Vorhaben keine Überhand nehmen. “Der Einsatz von Videokameras darf nur unter strengen Auflagen geschehen. Ein solches Vorhaben verfehlt seinen Zweck, wenn es bei der Schülerschaft kein Gefühl der Sicherheit, sondern lediglich noch mehr Misstrauen gegenüber Lehrern und Polizei hervorruft.”, so der stellvertretende Landesvorsitzende Lukas Voß.

Die Rolle des Initiators eines Sicherheitskonzeptes an den Schulen könne laut Schüler Union auch durch den Schülerrat eingenommen werden. “Die betroffenen Schüler wissen meistens selbst am besten, wo Sicherheitsmängel bestehen. Im schlimmsten Fall bekommen sie es ja jeden tag zu spüren.”, so Voß.

Entscheidend für den Erfolg sei bei einem solchen Konzept letzlich, dass Schüler, Eltern und Lehrer voll miteingezogen werden. Dies müsse einerseits durch Beteiligung an der Ausarbeitung eines solchen Konzeptes geschehen und andererseits durch die Übernahme von Verantwortung, z.B. in Form einer Gruppe von Schülern, welche die Pausenaufsicht unterstützen, realisiert werden. “Wenn Lehrer, Eltern und Schüler nicht voll mitziehen, kann die beste Theorie keinen Erfolg bringen.”, fasst Soluk die Überlegungen der Schüler Union zusammen.

Schüler Union Niedersachsen coacht Kreisverbände

SU-Vertreter bekommen Tipps zur politischen Arbeit

Knapp 40 Funktionsträger der Schüler Union aus insgesamt 20 Kreisverbänden trafen sich am vergangenen Wochenende in Hannover, um dort von der Schüler Union Niedersachsen gecoacht zu werden.

Im Wilfried-Hasselmann-Haus, der Landesgeschäftsstelle der Schüler Union Niedersachsen, nahmen die politischen Jungfunktionäre an Seminaren zu den Themengebieten „Grundlagen verbandlicher Arbeit,“, „Kommunikation im Vorstand“, „Grundsätze erfolgreicher Pressearbeit“ und „erfolgreiche Veranstaltungsplanung“ teil.

Die anwesenden Schülerinnen und Schüler freuten sich über viele hilfreiche Tipps, Tricks und Hinweise, welche die politische Arbeit vor Ort einfacher, strukturierter und leichter machen solle, so die Schüler Union Niedersachsen.

„Viele der Mitglieder der Schüler Union stehen am Anfang ihrer politischen Tätigkeit uns sind über Hinweise zur verbandlichen Führung dankbar. Daher geben wir Ihnen Tipps und Hinweise, wie man vor Ort erfolgreich arbeiten kann.“, so der Landesvorsitzende Jonas Soluk. Seitens der Teilnehmer sei ein hohes Maß an Interesse vorhanden gewesen, ließ der Landesverband verlauten.

Selbstverständlich bestand das Wochenende nicht ausschließlich aus Seminaren, auch der gesellige Teil kam nicht zu kurz. Frei nach dem Motto der Schüler Union „50% Party + 50% Politik = 100% Spaß“ wurde am Samstagabend noch ordentlich gefeiert.

SU’ler schlüpfen in die Rolle von Europaabgeordneten

In diesem Jahr machte sich die Schüler Union Niedersachsen mit insgesamt knapp 30 Mitgliedern auf den Weg nach Brüssel, der inoffiziellen Hauptstadt Europas. Beginnend mit einem Besuch des Parlamentariums, dem Besucherzentrum des Europäischen Parlaments, machten sich die engagierten Schüler ein Bild von der Organisation der EU und den unterschiedlichen Institutionen, die in Brüssel angesiedelt sind. Besonders der Wandel Europas, und damit auch die Veränderungen innerhalb der Europäischen Union, wurden anhand einer anschaulichen Chronik interessant dargestellt.

Um auch die weniger politischen Highlights Brüssels zu entdecken, besuchte die Gruppe eine traditionelle belgische Brauerei, welche nach einem lange unverändertem Rezept spontangährige Biere braut und diese alteingesessene Delikatesse auch ausländischen Gästen näherbrachte. Eine ausführliche Führung durch die historischen Räume und eine anschließende Verkostung stellte sicher, dass die dreitägige Fahrt von Anfang an unter einem heiteren Stern stand. Zur Gestaltung des ersten Abends in Brüssel wurde eine „Brüssel by night“-Tour unternommen, welche ein geselliges Bild der Stadt darstellen sollte, fernab von Parlament und Politik.

Die kulturelle Seite der Stadt konnte am zweiten Tag der Fahrt entdeckt werden. Ein Besuch im städtischen Museum am Grand Place erklärte den Teilnehmern die Geschichte der Stadt in Verbindung zur gesamten Landesgeschichte. Das Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen und die Einflüsse der Nachbarstaaten wurden durch interessante Modelle und Erläuterungen unterstrichen. Im Anschluss daran wandten sich die SU’ler wieder Europa zu. Mit einer ausführlichen und professionell angeleiteten Tour durch das Europaviertel der Stadt machten sich die Jugendlichen einen näheren Eindruck über die verschiedenen Instanzen der EU. Vom Europäischen Parlament über das Gebäude des Ministerrats ging es zum Königsviertel, welches durch den Prunk und Reichtum vergangener Epochen glänzte.

Der letzte Tag der Reise sollte voll im Zeichen der parlamentarischen Arbeit des Europäischen Parlaments liegen. Nach einem Besuch des Plenarsaals in Brüssel absolvierten die Teilnehmer ein ausgeklügeltes Planspiel, welches konkret für Jugendgruppen konzipiert wurde. In der Rolle eines Europaabgeordneten mussten sich die Schüler zwei verschiedenen Sachthemen annehmen, diese in einer von vier Fraktionen beraten und ihre Meinung versuchen im jeweiligen Ausschuss durchzusetzen. Nach einer zweiten Lesung im „Parlament“ fanden die Fraktionssprecher schlussendlich einen angemessenen Kompromiss. Ein spannender Eindruck für die Teilnehmer, der einen hervorragenden Einblick in die Arbeit eines Abgeordneten geben sollte.

Nach dem dreitägigen Aufenthalt machten sich die SU’ler wieder auf den Weg nach Deutschland. Das umfangreiche Programm führte zur vollen Zufriedenheit der Teilnehmer, die sich wiederum auf die nächste Veranstaltung der Schüler Union Niedersachsen freuten.