Schavan auf dem Holzweg

Vorstoß offenbart inhaltliche Verirrung der Union

Der Bundesvorstand der CDU Deutschlands hat am heutigen Montag einen Antrag zur Abschaffung der Hauptschule in Deutschland beschlossen. Die Folge, eine Schwächung des gegliederten Schulsystems, zeugt von einer enormen inhaltlichen Verwirrung der CDU Deutschlands – hat die CDU diese Struktur doch jahrelang vertreten. Die Schüler Union Niedersachsen sieht in dieser inhaltlichen Ausrichtung einen enormen Rückschritt innerhalb der schulpolitischen Programmatik der CDU gegeben.

“Langsam muss man sich fragen, welche politischen Schwerpunkte der inhaltlichen Weichspülung der Union noch nicht zum Opfer gefallen sind – umso bedauerlicher, dass nun auch die Bildungspolitik diesem Prozess zum Opfer gefallen ist”, merkte der Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen, Jonas Soluk, an. Das gegliederte Schulwesen ist ein Erfolgskonzept; mit einer stärkeren Verzahnung von Berufs- und Hauptschulen und einer Stärkung des profilierten niedersächsischen Realschulprofils hat die CDU vor Ort bereits gute Schritte geleistet. “Gemeinsam mit einer Weiterentwicklung von kooperativen Schulformen hätte den sinkenden Schülerzahlen entgegengetreten werde können – mit neuen Systemdebatten ins Rennen zu gehen bringt uns Schüler nicht weiter”, so der Landesvorsitzende. Soluk weiter: “Dass ein zweigliedriges System nun von oben herab allen Ländern aufdoktriniert werden soll, hat wenig mit der vernünftigen Unionspolitik der vergangenen Jahrzehnte zu tun. Wir vermissen von unserer Bundesbildungsministerin Bemühungen zur Verbesserung der Lernqualität!”