Klarheit bei Schulausfall schaffen!

In diesen Tagen und den kommenden Wochen ist in Niedersachsen mit winterlichen Wetterverhältnissen zu rechnen: Neben der Möglichkeit die Weihnachtszeit mit einer Schneeballschlacht oder dem Bau von Schneemännern genießen zu können, birgt dies leider aber auch Risiken! Viele Schülerinnen und Schüler sind in ihrer Anreise zur Schule stark eingeschränkt oder können diesen überhaupt nicht aufnehmen. Die Schüler Union Niedersachsen fordert: Die Behörden müssen Klarheit darüber schaffen, ob, wo und in welchem Rahmen die Schülerschaft von eventuellen Schulausfällen betroffen ist. “Diese Auskünfte sollten am Vorabend des Schulausfalls online aufzurufen sein”, fordert der Landesvorsitzende der SU Niedersachsen, Jonas Soluk. So werden Missverständnisse vermieden und es herrscht zwischen dem Schulträger, den Mitarbeitern der Schule und den Schülerinnen und Schülern an sich eine bestmögliche Kommunikationsbasis, so Soluk. Von voreiligen Ausfällen von Unterrichtsstunden sei jedoch abzuraten, es muss eine wirkliche Behinderung des normalen Straßenverkehrs vorliegen – auch die ein oder andere Schneeflocke hat noch niemandem geschadet!

Pisa: Vom Schock zum Hoffnungsschimmer?

Neun Jahre nach dem großen “Pisa-Schock” wurde nun die neuste Pisa-Vergleichsstudie vorgestellt.
Zusammenfassend ist zu sagen: Deutsche Schüler sind der Studie zur Folge schlauer geworden und belegen in der Mathematik und den Naturwissenschaften nun Plätze oberhalb des OECD-Schnittes.
Trotz der leichten Verbesserungen sind einige Herausforderungen der Erhebung zu entnehmen, die durch die richtigen Weichenstellungen in der Bildungspolitik behoben werden müssen. Zum einen ist als eine Problematik zu erkennen, dass viele Schüler in Deutschland zunehmend unter Stress leiden und den schulischen Druck als zu hoch empfinden. Nach der Auffassung der Schüler Union Niedersachsen muss eine konsequente Verschlankung der Lehrpäne die Inhalte auf wesentliche, für das Lernen wichtige Unterrichtsstoffe beschränken. Solche Maßnahmen können in der Umsetzung nur gelingen, wenn die Entscheidungsträger die Lehreraus- und fortbildung weiter verbessern und die Qualifikation der Pädagogen an sich verbessern – ein Missstand, welcher ebenso in der neuen Studie angesprochen wird. Aus der Sicht der SU ist nicht jeder für den anspruchsvollen Beruf des Lehrers geeignet: Anwärter auf diesen Beruf sollten sich bewusst sein, auf was sie sich einlassen, genauso muss durch ein attraktives Arbeitsumfeld sichergestellt werden, dass die besten Kräfte sich für diesen Beruf entscheiden können und die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen somit auf hohem Niveau stattfinden kann.
Nachholbedarf sieht die Schüler Union ebenso bei der Chancengerechtigkeit, insbesondere bei der Einbindung von Schülern aus ärmerem Elternhaus. Schule und dementsprechende Berufsausbildungen dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen! Diese und weitere Herausforderungen gilt es nicht nur für die niedersächsische Landesregierung anzupacken und schnellstmöglich umzusetzen.
Die Schüler Union Niedersachsen appeliert aus diesem Grund an das Kultusministerium und die Landesregierung nicht an der Bildung zu sparen, sondern die höchste Priorität in der Bildung zu sehen. Denn: Investitionen in die Bildung sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes!