Schüler Union kritisiert: Neue Schulstrukturreform wird der Qualität unserer Schulen nicht nutzen

Niedersächsischer Bildungsgipfel: CDU geht den Weg des geringsten Widerstandes

Der niedersächsische Kultusminister, Bernd Althusmann (44, CDU), stellt diese Woche im Rahmen eines Bildungsgipfels in Hannover den Vertreterinnen und Vertretern von Landtagsfraktionen, Lehrer-, Eltern-, Schülerverbänden, Kommunen und Kirchen die Pläne der Landesregierung zur Umstrukturierung der niedersächsischen Bildungslandschaft vorstellen. Den herausragenden Aspekt im Rahmen dieser geplanten Neuerungen stellt die Einführung einer neuen Schulform dar. Die oft als “Oberschule” benannte neue Schulform soll in einem integrativen System Haupt- und Realschulen in sich vereinen und diese Schulformen mittelfristig komplett ersetzen. Als Reaktion auf die Resultate der vom Kultusministerium einberufenen “Arbeitsgruppe Schulstruktur” wird somit die bewährte Vielgliedrigkeit in Niedersachsen geschwächt.

Der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Jonas Soluk (19, Pattensen bei Hannover), erklärt zu den Plänen des Kultusministers und der niedersächsischen Landesregierung:
“Nachdem Kultusminister Bernd Althusmann direkt nach Amtsantritt verkündet hat, dass eine Kontinuität und die Verbesserung der Schulqualität allen mehr nutzt als ständige Schulstrukturreformen können die aktuellen Planungen aus dem Kultusministerium nur verwundern: Die Pläne der Regierung werden in dieser Ausgestaltung die Qualität der Schulausbildung in unserem Land nicht steigern. Ganz im Gegenteil wird die geplante Gleichmacherei das Niveau des Lernens senken und die hart erkämpften Erfolge der letzten Jahre werden innerhalb weniger Zeit zunichte gemacht.
Nach den Querelen und naiven Forderungen linker Eltern- und Lehrerverbände scheinen Althusmann und Regierungschef David McAllister mehr vor dem Druck der Straße einzuknicken als standhaft für das einzustehen, für das sie demokratisch legitimiert ihren Regierungsauftrag annehmen durften: Ein wirklich starkes gegliedertes Schulsystem bewahren, die Qualität der Bildung erhöhen und die Chancengerechtigkeit damit ausbauen. Stattdessen wählen Althusmann und McAllister den Weg des geringsten Widerstandes und experimentieren mit den Zukunftschancen der Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen.

Aus Sicht der Schüler Union Niedersachsen sollten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels andere Lösungsansätze gefunden werden. Zum einen stellt die kooperative Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen eine gute Möglichkeit dar, sinkenden Schülerzahlen besonders im ländlichen Raum zu begegnen und weiterführende Schulangebote trotzdem aufrechterhalten zu können. Die Förderung der Haupt- und Realschulen in den letzten Jahren und eine gute Verflechtung auch zu Berufsbildenden Schulen hat hier zukunftsfähige Modelle hervorgebracht. Im Zuge vom Lernen “unter einem Dach” können die Schülerinnen und Schüler also im Gegensatz zur Gemeinschaftsschule ideal nach ihren Talenten gefordert und gefördert werden.
Des Weiteren sieht die SU Niedersachsen in der geplanten Erleichterung der Gründung von Integrativen Gesamtschulen einen herben Rückschlag in den Entwicklungen der letzten Jahre. Nur ein erneutes Gründungsverbot von weiteren IGS kann diesen Fehler rückgängig machen und die Leistungsfähigkeit der Schulen in Niedersachsen wieder herstellen.

Alles in allem werden die aktuellen Pläne den Erfolgen der vergangenen Jahre nicht gerecht und kündigen in viel zu willkürlicher Art und Weise die Chancengerechtigkeit im Rahmen eines starken gegliederten Systems auf. Mit diesen Vorstellungen kann die Landesregierung vielleicht linke Lobbygruppen kurzzeitig ruhigstellen – gut für die Zukunft unseres Landes sind sie nicht.”

SU Niedersachsen geht mit neuer Homepage an den Start!

Moderner, schneller, besser: Die Schüler Union Niedersachsen hat ihren Internetauftritt grundlegend überarbeitet! Neben den tagesaktuelen Informationen über unsere Arbeit im Landesverband und vor Ort in den Kreisverbänden stehen ab sofort auch viele weitere Funktionen zur Verfügung. Neben dem Download unserer Publikationen, beispielsweise der SUbstanz oder den verschiedenen Leitfäden für Schülervertretungen, können Kreisverbände sich z.B. auch Logos für ihre Verbandsarbeit herunterladen.
Somit werden ab sofort in einem topaktuellen Design viele Anregungen der Vergangenheit umgesetzt.
“Mit dieser neuen Homepage sind wir auf dem neusten Stand!”, sagte Jens Passlick, der Internetbeauftragte des SU Landesverbandes, bei der Vorstellung der Homepage in Hannover, “wir haben unseren Auftritt gegenüber der Öffentlichkeit somit wieder ein Stück verbessern können!”. Auch der Landesvorsitzende, Jonas Soluk, war begeistert: “Eine so tolle und aktive Interessenvertretung wie wir es sind brauch auch eine angemessene Internetpräsenz – das haben wir mit dieser neuen Seite geschafft! In der nächsten Zeit werden wir dieses neue System auch auf unsere Kreisverbände übertragen.”

Wehrpflicht ja oder nein?

Vorbildliche Aufklärung des Ministers: Im Vorfeld der entgültigen Entscheidung, ob die Wehrpflicht tatsächlich ausgesetzt wird oder nicht reist Karl-Theodor zu Guttenberg, Bundesverteidigungsminister, in alle Regionen Deutschlands, um den Menschen seine Reformpläne zur Überarbeitung der aktuellen Gesetzeslage darzustellen. Auch viele Schüler sind von den aktuellen Entwicklungen betroffen. Nach der Schule stellt sich dabei oftmals die Frage, ob man als Junge tauglich gemustert und eingezogen wird – ein wichtiges Ereignis in der Jugend. Die Umsetzung dieser Wehrpflicht, besonders in Hinblick auf ihre Einzugsgerechtigkeit, hat in den letzten Jahre jedoch stark zu wünschen übrig gelassen. Oftmals liegt die letztendliche Entscheidung ob man seinen Dienst bei der Bundeswehr absolviert oder auch Zivil bei jedem Einzelnen; ganz zu schweigen von den Manipulationsmöglichkeiten der Tauglichkeitsmusterung. Diese und andere Gründe machen eine Bundeswehrreform unumgänglich! Die Schüler Union Niedersachsen unterstützt Karl-Theodor zu Guttenbergs Vorhaben grundsätzlich und kam mit ihm ins Gespräch.
Der Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen, Jonas Soluk, dazu: “Ein Beibehalten der aktuellen Regelung wäre nicht nur auf Grund seiner Ungerechtigkeit sinnlos. Das Handlungsbedarf besteht ist allen klar, bloß die genaue Umsetzung wirft Teils noch Fragen auf. Auch wenn wir von Guttenbergs Pläne grundsätzlich positiv sehen haben wir ihm nahegelegt ein sogenanntes “Deutschlandjahr”, einen einjährigen Pflichtdienst für alle Jugendliche, in seine Untersuchungen miteinzubeziehen und zu prüfen. Auch dürfen Aspekte wie ein strapazierfähiger Katastrophenschutz oder der sozialverträgliche Umgang mit Militärstandorten in Deutschland nicht zu kurz kommen. Wir werden die kommenden Debatten weiter aufmerksam verfolgen und Einfluss nehmen wenn es nötig erscheint.”

Happy Birthday, Deutsche Einheit!

Zum diesjährigen Tag der Deutschen Einheit gratuliert die Schüler Union Niedersachsen ganz herzlich zum Geburtstag: Das geeinigte Deutschland wird 20 Jahre!
In einer Zeit in der die politischen Herausforderungen unserer Tage die Medienlandschaft bestimmen darf und muss man zurückschauen, um die Ereignisse vor 20 Jahren zu reflektieren. Ganz unabhängig von allen Schwierigkeiten und Problemen können wir stolz sein auf die vielleicht entscheidenste friedliche Revolution in der Geschichte Europas. Durch den Mut und das Streben nach Freiheit der Bürgerinnen und Bürger dieser Zeit und durch die weisen Entscheidungen mancher Entscheidungsträger aus West und Ost dieser Tage konnte gemeinsam nach der Nationalsozialistischem Gewaltherrschaft das zweite Terrorregime auf deutschem Boden gestürzt werden. Wir dürfen es als ein enormes Privileg ansehen heute in einem freiheitlichen Rechtsstaat zu leben, ein Privileg welches wir allen Mutigen der Jahre um 1989/1990 zu verdanken haben.

Diese Erfahrungen sind auch stärker in den Schulunterricht einzubinden. Nur ein weiterer Ausbau des Politikunterrichts an unseren Schulen und die stärkere Aufklärung über die kommunistischen Gewaltverbrechen und die Rolle der SED die sich mitlerweile als “Die Linke” scheinbar in der deutschen Parteienlandschaft etabliert hat kann gewährleisten, dass sich Ideologien wie diese nicht weiter ausleben lassen können.