Leistungsgerechtigkeit bedeutet ein Abschaffen des freien Elternwillen!

Die Schüler Union Niedersachsen unterstützt den Willen der niedersächsischen Landesregierung den freien Elternwillen einzuschränken. Der Landtag wird am heutigen Abend, dem 18. August 2010, einen Antrag der Regierungsfraktionen von CDU und FDP beraten. Darin ist vorgesehen, dass zukünftig die sogenannte “Abschulung” schon ab dem fünften, anstatt erst ab dem sechsten Schuljahr möglich sein soll. Die Entscheidungsfreiheit der Eltern nach der vierten Klasse ihr Kind entweder auf Haupt-, Realschule oder Gymnasium zu schicken soll nicht eingeschränkt werden. Durch diese Maßnahme wird nach Ansicht der Schüler Union Niedersachsen ein leistungsgerechtes System gestärkt, was zum Wohl der Schülerinnen und Schüler eine bestmögliche Betreuung ermöglicht.

Der Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen, Jonas Soluk (19, Hannover), erklärt dazu: “Die Bestrebungen der Landesregierung das bestehende Gesetz zu überarbeiten sind sehr sinnvoll. Oftmals divergieren die Ansprüche der Eltern zu sehr mit den tatsächlichen Leistungen der Schülerinnen und Schülern. Dieser Entwicklung kann nur durch eine landesweite Regelung Einhalt geboten werden. Um der Schülerschaft jedoch eine bestmögliche Förderung zu ermöglichen muss auch der bestehende freie Elternwille nach der vierten Klasse auf den Prüfstand. Was nutzt es den Schülern durch die Anmaßungen der Eltern auf eine Schulform geschickt zu werden, auf der sie völlig überfordert sein können? Auch wenn die elterlichen Entscheidungen im Grunde gut gemeint sind: Nur durch die fachliche Begutachtung der Pädagogen kann eine qualitativ hochwertige Zuordnung der Schülerinnen und Schüler auf eine weiterführende Schule gewährleistet werden. Hier müssen sich die Lehrerinnen und Lehrer selbstverständlich noch intensiver mit den individuellen Eigenschaften einer Schülerin oder eines Schülers auseinandersetzen können, was nur durch kleinere Klassen und eine bessere Unterrichtsversorgung stattfinden kann; eine freie Entscheidung der Eltern, welche den Empfehlungen widerspricht, ist aber oftmals nicht der richtige Weg. Bei Streitfällen können auch Mittel wie ein Eignungstest Klarheit in dem Sachverhalt bringen und die Einordnung vereinfachen.”

Leistungsgerechtigkeit bedeutet ein Abschaffen des freien Elternwillen!

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