Schneider trifft Kernproblem der Bildungslandschaft

Was soll, ja was muss Schule leisten? Über diese Frage streiten und diskutieren Pädagogen und Wissenschaftler seit Jahrzehnten, vielleicht seit Jahrhunderten. Dass eine reine Wissensvermittlung von trockenen Lerninhalten nicht ausreicht ist allgemeiner Konsens. Doch was ist des weiteren nötig, um die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf das spätere Leben vorzubereiten?

Die Frage ist klar zu beantworten: Werte sind von Nöten! Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, bringt wichtige Aspekte in die Diskussion mit ein. Anlässlich einer Rede zur Einführung der Reformation in Magdeburg spricht er davon, dass die “Schärfung des Gewissens und der Sozialkompetenz” zu kurz komme. Die Ansicht der vermehrten Wertevermittlung im Unterricht ist eine These, die die Schüler Union Niedersachsen seit Jahren fordert. Zuletzt wurde diese Forderung auf einem Landesausschuss in Oldenburg 2009 bekräftigt.

Jonas Soluk, Landesvorsitzender der Schüler Union Niedersachsen, dazu: “Es besteht seit Jahren ein Trend zur reinen Vermittlung von theoretischem Fachwissen in den Schulen. Dieses Wissen ist wichtig, um die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ihre späteren Berufe vorzubereiten. Doch für ein gutes Miteinander unter den Schülerinnen und Schülern und für ein gutes Miteinander in der gesamten Bevölkerung ist mehr nötig: Damit die Allgemeinheit nicht in eine “Ellenbogen-Mentalität” verfällt müssen den Kinder und Jugendlichen schon in der Schule soziale Kompetenzen aufgezeigt werden. Auf der Basis des christlichen Menschenbildes, welches von Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Vergebung gezeichnet ist, wird somit der Grundstein für eine positive Gemeinsamkeit gelegt, der Grundstein für eine für jeden angenehme Zukunft.”