Erfolgreiches Seminar in Verden

Demographischer Wandel und doppelter Abiturjahrgang im Fokus der Diskussion

Am vergangenen Wochenende veranstaltete die Schüler Union (SU) Niedersachsen in der Reiterstadt Verden ein Seminar zu dem Themenkomplex des Demographischen Wandels und dem doppelten Abiturjahrgang. Die rund 30 Teilnehmer aus ganz Niedersachsen diskutierten dazu mit Staatssekretär Dr. Lange vom niedersächsischen Wissenschaftsministerium, Ministerialrat Dr. Fichtner vom Kultusministerium und mit Bernd Hövelbernd von der IHK Niedersachsen.
Durch die Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur wird es in Niedersachsen im Jahr 2011 zu einem so genannten doppelten Abiturjahrgang kommen, d.h. zwei Jahrgänge werden gemeinsam ihr Abitur ablegen. In anderen Bundesländern wird es in den nächsten Jahren ebenfalls dazu kommen, was auch Auswirkungen auf die Situation an den niedersächsischen Hochschulen haben wird. Durch die Schaffung von zusätzlichen Studienplätzen möchte die Landesregierung den dadurch bedingten höheren Studienanfängerzahlen gerecht werden, erklärte Dr. Lange vom Wissenschaftsministerium. Dass sich die Verteilung der Bundesmittel für die Bereitstellung von Studienplätzen unter den Bundesländern jedoch nicht besonders einfach gestalte, machte der Staatssekretär den SUlern in einem engagierten Referat eindrucksvoll deutlich.
Für die Wirtschaft bedeutet die höhere Zahl an Abiturienten auch eine erhöhte Zahl an potentiellen Lehrlingen, da viele Abiturienten zunächst eine Ausbildung absolvieren. Da dies eine Herausforderung für die Wirtschaft ist, muss die Politik, etwa durch finanzielle Anreize zur Schaffung zusätzlicher Lehrstellen und die vermehre schulische Ausbildung, Unterstützung leisten, erläuterte der hochschulpolitische Sprecher der IHK Niedersachsen, Bernd Höveland. Der demographische Wandel konfrontiere die Wirtschaft langfristig mit einem großen Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften. Die Politik müsse die Zuwanderung dieser Menschen daher erleichtern.
Der Demographische Wandel stellt auch das Kultusministerium vor neue Herausforderungen, da sinkende Schülerzahlen mit der Wohnortnahen Beschulung in Einklang gebracht werden müssen. Den Demographischen Wandel solle man allerdings keinesfalls als Problem sehen, da es überaus erfreulich sei, dass die Menschen immer älter würden, machte Ministerialrat Dr. Fichtner klar.