Schüler Union veranstaltet Kongress zum Thema „Demokratie und Schule“

Am vergangenen Wochenende veranstaltete die Schüler Union (SU) Niedersachsen einen Kongress zum Thema „Demokratie und Schule“. Bei der Veranstaltung, an der Schülerinnen und Schüler aus ganz Niedersachsen teilnahmen, wurden die Änderungen im Schulgesetz, die sich durch die Einführung der Eigenverantwortlichen Schule für Schülervertreter ergeben, und auch die daraus resultierenden Chancen von einem Vertreter des Kultusministeriums beleuchtet.
Anschließend gab es eine Diskussion mit dem SV-Beratungslehrer Henning Linke von der Landesschulbehörde, wie die Schülervertretungsarbeit an den Schulen in der Realität abläuft, wie die derzeitigen Regelungen des Schulgesetzes gehandhabt werden und wo Probleme in der SV-Arbeit auftauchen.
Am Ende der Veranstaltung fand eine Diskussion um den neu eingeführten Schulvorstand statt, der im nächsten Schuljahr die Gesamtkonferenz als wichtigstes schulinternes Gremium ablösen wird. An der Diskussion nahmen der Landesvorsitzende des Landeselternrates Heinz-Jürgen Schmieding, der Vorsitzende der Jungphilologen Cord Wilhelm Kiel und der stellvertretende Vorsitzende des Schulleitungsverbandes Niedersachsen Hans-Heinrich Thies teil, die bei der Diskussion auch die Position ihrer Verbände zum Schulvorstand zum Ausdruck brachten.
In der Diskussion stellte sich heraus, dass die Verbände wie auch die Schüler Union dem Schulvorstand allgemein positiv gegenüberstehen. „Wir sehen als Schüler Union im Schulvorstand große Chancen, da sich durch ihn die Mitwirkungsmöglichkeiten für uns Schüler stark verbessern und wir im Gegensatz zur Gesamtkonferenz als „Mammutgremium“ endlich die Möglichkeit haben, auch konstruktiv und konzentriert in einem vernünftigen Rahmen an Personen die Arbeit voran zu treiben!“ so der Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen, Malte Kramer.
Die Schüler Union sieht allerdings für das Land noch Handlungsbedarf in Sachen Schulvorstand. Dadurch, dass es ein ganz neues Gremium gibt, durch das sich sowohl die Verantwortung der Schülervertreter erhöhen wird, als auch ihre Arbeit sich stark verändert wird, ist es notwendig sie mit Seminaren zu schulen und sie so über die auf sie zukommenden Veränderungen aufzuklären und sie für ihre zukünftige Arbeit auszubilden.
„Hier ist schlicht und einfach das Land und in Person der Kultusminister Bernd Busemann gefordert, die Sache in die Hand zu nehmen und für die notwendigen Seminare zu sorgen, damit die Schulen im nächsten Schuljahr auch erfolgreich in diese neue Episode der schulinternen Gremienarbeit starten können.“ so Kramer abschließend.