Schüler Union: „Jüttner mit seinen schulpolitischen Forderungen auf dem Holzweg“

Die Forderung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Jüttner nach einer Einheitsschule hat bei der niedersächsischen Schüler Union (SU) kollektives Kopfschütteln hervorgerufen. Ihr Landesvorsitzender, Malte Kramer, hält von Jüttners Plänen nichts: „Herr Jüttner sollte seine Wahlkampfscherze nicht auf Kosten der Schüler betreiben“, so der 18-jährige.
Eine Einheitsschule, wie sie die Sozialdemokraten forderten, sei hinsichtlich der individuellen Förderung „absolut indiskutabel.“ In einer solchen Schule kämen die Begabungen der einzelnen Schüler nicht zur Geltung. „Nur in einem gegliederten System – Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Förderschule – sei es möglich, persönliche Stärken des Einzelnen zu erkennen und zu fördern: „Im Einheitsbrei geht einfach jeder unter“, so der SU-Chef.
Nach Meinung der Schüler Union sollte man sich endlich von der Schulsystemdebatte verabschieden und zur Qualitätsdebatte übergehen. „Man sollte die Lösung aller Probleme nicht in der Einführung der Einheitsschule sehen, dies geht an der Realität vorbei. Auch Bayern hat mit seinem gegliederten Schulsystem bei PISA gut abgeschnitten. Die Schulpolitik muss endlich zur Qualitätsdebatte kommen!“ so Kramer weiter.
Für die Schüler Union liegt das Hauptaugenmerk hier bei der Stärkung der Hauptschule. Diese leidet leider seit Jahren unter Imageproblemen. Hier sind die Schulpolitiker aufgefordert zu handeln. „Die Hauptschule muss wieder attraktiv werden!“, fordert Kramer.
Mit der Ausweitung von Ganztagsangeboten geht die Landesregierung hier den richtigen Weg. Auch die Einführung der Praxistage und weitere Maßnahmen, die zu einem stärkerem Praxisbezug führen werden, sind Schritte in die richtige Richtung.
„Herr Jüttner ist hingegen mit seiner Forderung nach einer Abschaffung der Hauptschule auf dem Holzweg. Dadurch werden die Schulabschlüsse der Schüler nicht besser. Man muss die Qualität in den Schulen verbessern.“ So Kramer abschließend.