Schüler Union: Verbot von „Killerspielen“ falscher Weg! – Probleme an den Wurzeln packen!

Der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Malte Kramer, hinterfragt die Vorschläge von den Innenministern aus Niedersachsen und Bayern, Schünemann (CDU) und Beckstein (CSU), die sogenannten „Killerspiele“ zu verbieten: „Ein Verbot von PC-Spielen ist zu kurz gegriffen! Dann müssten auch alle Horrorfilme und Bücher, in denen Gewalt vorkommt, verboten werden.“
Ein Amoklauf wie er in den vergangenen Tagen bedauerlicherweise in Emsdetten stattgefunden hat, kann nach Meinung der SU nicht einfach durch ein Verbot von PC-Spielen verhindert werden. Man sollte kein Verbot vorschieben, sondern sich erst die Mühe machen, die Ursachen zu hinterfragen. Die PC-Spiele werden hier als Sündenbock gebraucht. „Durch solche Verbote werden die Probleme der Kinder und Jugendlichen nicht gelöst. Die Spiele werden durch solche Verbote sogar noch reizvoller. Man muss versuchen die genauen Ursachen für die Gewalttat zu finden, damit die Probleme an den Wurzeln packen kann!“ meint der niedersächsische Landesvorsitzende der SU, Malte Kramer.
Die Maßnahme des niedersächsischen Sozialministeriums, Elternmedientrainer auszubilden, geht nach Meinung der SU hingegen schon in die richtige Richtung. Es ist wichtig, dass Eltern wissen, was für Spiele von ihren Kindern gespielt werden, und dass die Eltern darin gestärkt werden, Gefahren zu erkennen.
Anliegen der SU ist es, ein Klima an den Schulen zu schaffen, in dem sich Schüler und Lehrer vertrauen. So können schon im Vorfeld Auffälligkeiten vertrauensvoll besprochen werden.
Der Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen, Malte Kramer, fordert die Politik abschließend dazu auf, sich intensiv mit dem Thema Gewaltprävention und Mobbing auseinander zu setzten: „In der nächsten Zeit sollten sich Experten damit beschäftigen, wie man es schaffen kann, auf Kinder aufmerksam zu werden, die Probleme haben und sozial isoliert sind. Nur wenn man es schafft, diese frühzeitig zu entdecken und ihnen psychologische Hilfe bieten kann, wird man Gewalttaten vorbeugen können!“

Über 100 Schülervertreter bei SV-Seminar der Schüler Union

Bereits zum fünften Mal veranstaltete die Schüler Union jetzt ihr SV-Seminar im niedersächsischen Landtag in Hannover. SU-Landeschef Malte Kramer konnte dabei wieder mehr als 100 Schülervertreter begrüßen, die aus dem ganzen Land in Hannover zusammenfanden. Neben den drei Workshops Rhetorik, SV-Grundlagen und Projektmanagement stand eine Diskussion mit dem stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Karl-Heinz Klare MdL auf dem Programm. Klare, der in seinem Vortrag zuvor die Schulreformen der Landesregierung erläutert hatte, stand anschließend auch kritischen Fragen interessierter Schüler Rede und Antwort. Dabei standen insbesondere die Eigenverantwortliche Schule und die Stärkung der Hauptschule im Fokus des Interesses.
In den drei Workshops wurden den Teilnehmern wichtige Grundlagen ihres Engagements vor Ort vermittelt. „Richtiges Auftreten, eine gut durchdachte Projektplanung und das Kennen rechtlicher Rahmenbedingungen in der SV-Arbeit bilden das Fundament für ein erfolgreiches Gelingen“, so Kramer, der sich freut, dass die Teilnehmer nach Beendigung der Veranstaltung gestärkt in ihre Schulen zurückgehen konnten.
Kramer bewertete das Seminar als „vollen Erfolg“: „Die Schülervertreter können jetzt mit neuen Anstößen und Ideen mit vollem Elan angreifen“, so der Landeschef abschließend.

Marco Zacharias neuer Bundes-Vize der Schüler Union

Marco Zacharias aus Langenhagen ist am vergangenen Wochenende zum neuen stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Schüler Union Deutschlands gewählt worden. Auf der Bundesschülertagung in Hildesheim setzte sich der 17-jährige Gymnasiast mit dem besten Stellvertreter-Ergebnis durch. Marco Zacharias ist zudem Vorsitzender des Kreisverbandes Hannover und Pressesprecher des niedersächsischen Landesverbandes.
Erklärte Ziele Zacharias’ sind es, die inhaltlichen Diskussionen im Bundesverband voranzutreiben und insbesondere die Mitglieder auf Landes- und auf Kreisebene in den Entscheidungsprozess mit einzubinden. „Frühkindliche Förderung, die Stärkung der Hauptschule und die Ausbildungsplatzproblematik müssen unsere Hauptpunkte im kommenden Jahr sein“, so Zacharias, der zudem ein größeres Augenmerk auf die Schülervertretungsarbeit werfen will. „Wir müssen bei unseren Wurzeln bleiben und auch bundesweiter Dienstleister für alle Schülerinnen und Schüler sein“, sagt der neue Bundes-Vize, der selbst aus der Schülervertretungsarbeit stammt. Auch die Bekämpfung von politischem Radikalismus, insbesondere des rechten Spektrums, müsse „ganz oben auf der Agenda“ stehen. Die Jugend müsse auf die Gefahren des „gesellschaftlichen Extrems“ hingewiesen werden, so Zacharias.

Schüler Union zur Erklärung der Kultusministerkonferenz: „Länder jetzt in der Pflicht!“

„Das war der richtige Schritt, jetzt erwarten wir auch Taten!“, erklärt der niedersächsische SU-Vorsitzende Malte Kramer zur von den Kultusministern unterzeichneten Erklärung.
„Fordern und fördern des einzelnen Schülers, eine konsequente Rahmenkonditionsschaffung und nachhaltige Bildungswesensverbesserung – alles Forderungen der Schüler Union“, so Kramer, den es freut, dass erneut Ziele der SU in die Realität umgesetzt werden sollen. Auch die Idee einer Modernisierung des Unterrichtes erhalte laut Kramer die volle Unterstützung aus den Reihen der Schüler Union. Eine Umgestaltung der Methodik – weg vom Frontalunterricht, hin zur schülerorientierten und individuellen Förderung – sei „absolut zu begrüßen, auch weil dies zeigt, dass man nicht immer nur Geld in die Hand nehmen muss, um positive Veränderungen zu erreichen.“ Wie in der Erklärung der Kultusministerkonferenz erläutert, gehe dies jedoch auch mit einer Veränderung des Lehrerbildes Hand in Hand: „Die Lehrer müssen sich diesen neuen Gegebenheiten anpassen, es darf für Jung wie Alt keine Ausreden geben“, so Kramer
Für die Schüler Union Niedersachsen ist wichtig, dass die Erklärung der Kultusministerkonferenz keine „Erklärung für die Schublade“ wird, sondern sie von der Politik auch konsequent verfolgt wird. „Die Erklärung gibt die Richtung vor – jetzt muss ihr gefolgt werden!“, fordert der SU-Chef abschließend.

SV-Seminar 2006

Auch dieses Jahr veranstaltet die Schüler Union Niedersachsen wieder ein SV-Seminar für alle interessierten Schülervertreter in Niedersachsen. Das Seminar findet am 18. November in Hannover statt.