Schüler Union unterstützt Ministerin von der Leyen – Sprachförderung in Kindergärten!

Zu den Äußerungen der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen zur früheren Förderung bei Kindern mit Sprachdefiziten meldet sich der Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen (SU), Malte Kramer, zu Wort.

„Die Forderungen nach Sprachtests und einer gezielten Förderung im Kindergarten sind absolut zu begrüßen“, so Kramer, der sich freut, dass eine Forderung seiner Schüler Union endlich Einzug in deutsche Ministerien hält. „Sprachtests ab vier Jahren und die folgende Unterstützung – wenn sie denn nötig ist – sind alte Forderungen der SU.“

„Es kann nicht sein, dass jedes dritte Kindergartenkind mit den anknüpfenden Schwierigkeiten des Migrationshintergrundes zu kämpfen hat“, sagt der SU-Landeschef. Das Beherrschen der deutschen Sprache sei „unerlässlich für das spätere Bestehen der schulischen und beruflichen Ausbildung.“ Auch deutsche Kinder wiesen immer wieder Mängel auf: „Um allen Kindern die gleichen sprachlichen Voraussetzungen zu bieten, damit sie auf einem Level in ihre Schulkarriere starten, ist es unentbehrlich, früh herauszubekommen, wer welche Defizite hat – nur so kann ihnen geholfen werden!“, so Kramer.

Unterstützung erhält von der Leyen daher auch bei ihrem Appell, die durch sinkende Schülerzahlen im Bildungsbereich frei werdenden finanziellen Mittel auch dort zu belassen. „Die Chance, künftig mehr Geld für jeden einzelnen Schüler zu Verfügung zu haben, darf nicht verpasst werden!“, fordert der SU-Chef: Maßnahmen wie die sprachliche Förderung könnten so mehr als ausreichend finanziert werden. „Wer an Bildung spart, spart am falschen Ende“, so Kramer abschließend.

Schüler Union: Punktesystem der Oberstufe ab Jahrgang 5!

Die Schüler Union Niedersachsen fordert eine Änderung des Schulnotensystems. Das Punktesystem der gymnasialen Oberstufe, in dem die Bewertung von 0 bis 15 Punkten geht, soll ab der fünften Klasse eingeführt werden.
„Das Punktesystem ist gegenüber dem jetzigen System mit Noten von 1 bis 6 viel gerechter. Es ermöglicht dem Lehrer differenzierte und nuancierte Noten herauszuarbeiten“, so der Landesvorsitzende Malte Kramer und verweist auf zahlreiche Lehrer, die „ohnehin Zwischennoten wie 3+ oder 3- vergeben.“ Doch seien diese Unterscheidungen bislang nicht gestattet und erscheinen daher auch nicht auf den Zeugnissen der Schüler.
„Zwischen einer 3+ und einer 3- existiert jedoch ein Leistungsunterschied von fast einer Note – für eine bessere Vergleichbarkeit und Fairness den Schülern gegenüber fordern wir die Einführung des 15-Punkte-Systems, das einen solchen Unterschied auch deutlich machen kann!“, so der SU-Chef.
Warum dieses sinnvolle System jedoch erst ab der 12. Klasse verwendet wird, ist der Schüler Union nicht klar. „Eine gerechte Benotung muss auch schon zu Beginn der Notengebung stattfinden“, fordert Kramer.

Landesvorstand mit erfolgreicher Klausurtagung in Jever

Eine erfolgreiche Klausurtagung hat jetzt der SU-Landesvorstand hinter sich gebracht. Neben der Beschäftigung mit den Problematiken an den einzelnen Schulformen standen insbesondere die Themenfelder Integration und Reformierung der Landesschülerratswahlen sowie der Beschluss des Leitantragsentwurfes „Deutsche Zukunftssicherung – Bildung im Kindergarten“ von Patrick Engel und Marco Zacharias in Jever auf der Tagesordnung.
Zuvor hatten die Landesvorstandsmitglieder die Berichte des Landesvorsitzenden Malte Kramer und des Bundeschefs Veit Albert sowie zahlreiche Präsentationen gehört, die in die oben genannten Themen und Problematiken einführen und zu Diskussionen anregen sollten – und es auch taten. So entstanden viele Ideen, wie beispielsweise die Integration in Kindergärten und den „Brennpunkt Hauptschule“ voranzutreiben, die frühkindliche Förderung zu optimieren und die Landesschülerratsarbeit durch eine Wahlreformierung verbessert werden kann.
Im Mittelpunkt stand jedoch die frühkindliche Förderung, zu der nicht nur der Landes- sondern auch der Bundesvorstand ein Papier vorlegte. So wird unter anderem ein verpflichtendes und kostenfreies Kindergartenjahr gefordert, in dem den Kindern spielerisch der Umgang mit Buchstaben und Zahlen, eine ersten Fremdsprache und motorische Fähigkeiten vermittelt werden soll.
Malte Kramer freut sich bereits auf den in Goslar stattfindenden Landesausschuss, der sich speziell mit diesem viel diskutierten Thema auseinandersetzen wird. „Die frühkindliche Förderung wird Gesellschaft und Politik noch lange beschäftigen – und wir wollen unseren Teil zu einer geeigneten Lösung beitragen“, so der Landeschef abschließend.