Schluss mit dem freien Elternwillen!

„Wir fordern eine verbindliche Schullaufbahnempfehlung der Grundschule,“ so der Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen (SU), Malte Kramer. „Bei Unzufriedenheit über die Schullaufbahnempfehlung können Aufnahmetests Abhilfe schaffen“, so Kramer weiter.
Da die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die von ihren Eltern auf eine andere Schulform geschickt werden als von der Grundschule empfohlen, immer größer wird, sieht die Schüler Union Handlungsbedarf. Wenn man ein gegliedertes Schulsystem hat, müssen die Schulkinder auch zu der Schulform gehen, die für sie geeignet ist und sie dementsprechend am besten fordert und fördert.
„Viele Schülerinnen und Schüler werden auf eine Schulform geschickt, auf der sie über- oder unterfordert sind. Dies führt zu Frustrationserlebnissen bei den jeweiligen Schülern und behindert zusätzlich auch noch die Mitschülerinnen und Mitschüler.“, so Malte Kramer, Vorsitzender der größten Schülerorganisation in Niedersachsen.
Grade Kinder, die eine Hauptschulempfehlung haben, werden von ihren Eltern häufig auf die Realschule oder sogar auf das Gymnasium geschickt. Dies kommt zustande, da die Hauptschule in der Öffentlichkeit einen schlechten Ruf hat und zum Teil als Restschule abgestempelt wird.
Hier sieht die Schüler Union Handlungsbedarf, in den nächsten Jahren muss die Hauptschule in den Vordergrung gestellt werden.
In ländlichen Regionen gibt es aber zum Teil das Gegenbeispiel, dort werden Schüler trotz Empfehlung nicht zum Gymnasium geschickt, sondern lieber zur Haupt- oder Realschule vor Ort. Die Eltern wollen die langen Wege und Fahrtzeiten verhindern.
Wenn Schüler auf einer Schulform über- oder unterfordert werden, führt das zu Frustrationserlebnissen. Hinzu kommt, dass auch die ganze Klasse im Lernfortschritt aufgehalten wird.
Daher fordert der SU-Landesvorsitzende Kramer den Kultusminister auf: „Machen sie endlich Schluss mit dem freien Elternwillen!“

Schluss mit dem freien Elternwillen!

Das könnte dir auch gefallen