Schluss mit dem freien Elternwillen!

„Wir fordern eine verbindliche Schullaufbahnempfehlung der Grundschule,“ so der Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen (SU), Malte Kramer. „Bei Unzufriedenheit über die Schullaufbahnempfehlung können Aufnahmetests Abhilfe schaffen“, so Kramer weiter.
Da die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die von ihren Eltern auf eine andere Schulform geschickt werden als von der Grundschule empfohlen, immer größer wird, sieht die Schüler Union Handlungsbedarf. Wenn man ein gegliedertes Schulsystem hat, müssen die Schulkinder auch zu der Schulform gehen, die für sie geeignet ist und sie dementsprechend am besten fordert und fördert.
„Viele Schülerinnen und Schüler werden auf eine Schulform geschickt, auf der sie über- oder unterfordert sind. Dies führt zu Frustrationserlebnissen bei den jeweiligen Schülern und behindert zusätzlich auch noch die Mitschülerinnen und Mitschüler.“, so Malte Kramer, Vorsitzender der größten Schülerorganisation in Niedersachsen.
Grade Kinder, die eine Hauptschulempfehlung haben, werden von ihren Eltern häufig auf die Realschule oder sogar auf das Gymnasium geschickt. Dies kommt zustande, da die Hauptschule in der Öffentlichkeit einen schlechten Ruf hat und zum Teil als Restschule abgestempelt wird.
Hier sieht die Schüler Union Handlungsbedarf, in den nächsten Jahren muss die Hauptschule in den Vordergrung gestellt werden.
In ländlichen Regionen gibt es aber zum Teil das Gegenbeispiel, dort werden Schüler trotz Empfehlung nicht zum Gymnasium geschickt, sondern lieber zur Haupt- oder Realschule vor Ort. Die Eltern wollen die langen Wege und Fahrtzeiten verhindern.
Wenn Schüler auf einer Schulform über- oder unterfordert werden, führt das zu Frustrationserlebnissen. Hinzu kommt, dass auch die ganze Klasse im Lernfortschritt aufgehalten wird.
Daher fordert der SU-Landesvorsitzende Kramer den Kultusminister auf: „Machen sie endlich Schluss mit dem freien Elternwillen!“

Rauchen ab 18 falscher Weg!

An der aktuellen Debatte um das Rauchen meldet sich nun auch die Schüler Union zu Wort. “Wir lehnen den Vorschlag des Bundesverbraucherministeriums ab, das Rauchen erst ab 18 zu erlauben!” so der Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen, Malte Kramer.
Nach Ansicht der Schüler Union hilft ein Verbot nicht weiter. Die Schülerinnen und Schüler die jetzt rauchen, werden auch bei einem solchen Verbot nicht aufhören.
Viel wichtiger ist es Präventionsarbeit an den Schulen zu leisten, und zwar schon angefangen in der Grundschule. Schließlich liegt das durchschnittliche Einstiegsalter in Deutschland bei nur 11,6 Jahren. Die Jugendlichen müssen über die Folgen vom Rauchen Bescheid wissen, bevor sie damit beginnen.
Weitere Forderung der Schüler Union ist es, dafür zu sorgen, dass Zigaretten für Jugendliche unter 16 Jahren nicht mehr frei zugänglich sind. Kramer dazu: “Es kann nicht sein, dass man sich Zigaretten an den Automaten kaufen kann egal wie alt man ist, dies erleichtert doch grade den Einstieg für Jugendliche!” Nach Meinung der Schüler Union sollten Zigaretten nur noch bei Tankstellen, Supermärkten und in Kneipen zu erwerben sein. Es muss sichergestellt werden, dass das Alter kontrolliert wird. Besser man kontrolliert einen 20-jährigen, als dass ein 15-jähriger ohne Probleme an Zigaretten kommt. Die Schüler Union fordert daher, dass alle frei zugänglichen Zigarettenautomaten abgebaut werden.

Demographischer Wandel bietet Chancen für bessere Bildung – Gelder müssen im Bildungssystem bleiben!

„Möglichkeiten zur Verbesserung der Bildungsqualität“ sieht der niedersächsische Landesvorsitzende der Schüler Union, Malte Kramer, im demographischen Wandel. Denn laut einer von der Robert-Bosch-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie werden durch sinkende Schülerzahlen bis zum Jahr 2020 bundesweit Gelder in Höhe von rund einhundert Milliarden Euro frei. Dies betrifft natürlich auch die niedersächsischen Finanzen.
„Dabei ist es unerlässlich“, so Kramer, „dass das frei werdende Geld nicht in irgendein Haushaltsloch gestopft wird.“ Es müsse dazu genutzt werden, die Schulqualität an niedersächsischen Schulen und damit das Bildungsniveau der Schülerinnen und Schüler maßgeblich zu verbessern.
Die Senkung der Schülerhöchstzahlen zur Klassenbildung wäre ein Schritt in die richtige Richtung. „Kleinere Klassen – Besserer Unterricht: Man könnte Klassen verkleinern und so für mehr Förderung der guten und schlechten Schüler sorgen“, schlägt Kramer vor und ergänzt, dass auch der frühkindliche Bildungssektor eine „Finanzspritze mehr als nötig hat“. Es sei gerade im Hinblick auf die Chancengerechtigkeit notwendig, mehr Geld für die frühkindliche Förderung auszugeben. Wenn man das Potenzial voll ausschöpfen möchte, muss bereits im frühen Kindesalter gefördert und gefordert werden.
Abschließend appelliert Kramer an die Politiker: „Belassen sie das Geld im Bildungssektor!“