Schüler Union kritisiert Erhalt der Gesamtkonferenz

„Die Eigenverantwortliche Schule ist gut und richtig – sie ist die Fortsetzung der modernen Schulpolitik der Landesregierung. Dennoch bedauern wir es, dass ihr das letzte Quäntchen Mut fehlt, den Schritt bis zum Ende zu gehen und den ‚Bürokratietiger Gesamtkonferenz’ abzuschaffen. Die Gesamtkonferenz ist schwerfällig, uneffizient und behindert vielerorts die Schulentwicklung nachhaltig“, so Veit Albert, Landesvorsitzender der Schüler Union (SU) Niedersachsen zur heutigen Regierungserklärung von Kultusminister Bernd Busemann.

Kritik übt die Schüler Union auch an den Lehrerverbänden: „Ganz offensichtlich besteht die Angst in der Lehrerschaft vor Mitbestimmung von Schülern und Eltern. Schaut man sich in anderen Ländern wie Österreich um, besteht dort die Drittelparität, das heißt in dem zuständigen Entscheidungsgremium in der Schule sitzen jeweils 1/3 Lehrer, Eltern und Schüler. Schüler können Verantwortung nur übernehmen, wenn sie ihnen auch übertragen wird. Daher mein Aufruf an die Lehrerverbände: Beweisen Sie Weitsicht, nur so kann Schule gemeinsam mit allen Beteiligten gelingen.“

Albert kündigt an, dass sich die Schüler Union in den kommenden Monaten mit der konkreten Ausgestaltung der Eigenverantwortlichen Schule beschäftigen wird. „Auch die Schüler tragen in Zukunft mehr Verantwortung und wir werden Sie als Serviceanbieter für Schülervertretungen dabei unterstützen, wie sie die Interessen der Schülerinnen und Schüler am besten und verantwortungsvoll vertreten können. Das Konzept lebt davon, dass es vor Ort permanent weitergedacht wird.“

Schüler Union kritisiert Erhalt der Gesamtkonferenz

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