“Nichts neues von der SPD” – Schüler Union kritisiert Programm „Zukunft der Bildung“ des SPD-Landesverbandes

„Wo bleibt das Neue?“ fragt der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Veit Albert als Reaktion auf das Programm „Zukunft der Bildung“: „Die Gemeinschaftsschule ist ein Wolf im Schafspelz, denn sie ist die wieder aufgewärmte Integrierte Gesamtschule – und die ist bekanntlich gnadenlos gescheitert.“

Die Schulen jetzt wieder mit einer neuen Schulstrukturreform versehen zu wollen, statt sie in Ruhe arbeiten zu lassen, „das ist schon wahre Ironie. Auf der einen Seite das Meckern über zu viele Reformen und auf der anderen Seite selber das Schulwesen auf den Kopf stellen wollen. Wie passt das zusammen?“

Die wichtigste Frage in der Bildungspolitik in den kommenden Jahren sei nicht die nach der Schulstruktur, sondern die nach Unterrichtsinhalten und Unterrichtsqualität. „Darüber müssen wir diskutieren und den Schulen Hilfestellungen geben.“

Auch die anderen Bereiche des SPD-Bildungskonzepts findet Albert wenig überzeugend: „Ich bin auch für die Abschaffung des Sitzenbleibens – und zwar des Sitzenbleibens von offensichtlich überforderten Politikern auf ihren Posten. Herr Jüttner und Herr Duin sind offenbar spätestens seit 1968 nicht mehr versetzt worden, so tief greifen sie mit ihrer Forderung in die ideologische Mottenkiste. Nicht erst seit ‚PISA’ sollte es in der Schulpolitik um Klassenziele und nicht mehr um Klassenkämpfe gehen.“