Schüler Union: Handyverbot realitätsfern und überflüssig – Größte Schülerorganisation Niedersachsens weist Vorschlag eines CDU-Politikers zurück

Als „realitätsfern“ hat der niedersächsische Landeschef der Schüler Union (SU), Veit Albert, den Vorschlag des CDU-Innenpolitikers Hans-Christian Biallas bezeichnet, Handys in den Schulen zu verbieten. Biallas hatte diese Forderung aufgestellt, nachdem mehrere Schüler verprügelt wurden und diese Taten mit Handy-Kameras gefilmt wurden.

„Ich frage mich, ob zu Herrn Biallas Schulzeiten nicht auch Raufereien und Prügeleien vorgekommen sind. Das ist damals wie heute zwar zu verurteilen, aber noch lange kein Grund ein Handyverbot für Schulen zu erlassen“, so der 18jährige Abiturient. „Es kommt ja auch keiner auf die Idee, den Internetzugang zu verbieten, weil damit viel Schindluder getrieben werden kann.“ Vielmehr sei es notwendig, den sinnvollen Umgang mit den modernen Medien in Elternhaus und Schule zu lehren, um zu einem angemessenen Umgang damit zu kommen. „Außerdem sind Mobiltelefone auch für eine Steigerung der Sicherheit verantwortlich, wenn man in Gefahrensituationen einen Notruf absetzen kann oder seine Eltern über eine Verspätung informieren kann“, so der Braunschweiger Albert.