Wo bleibt die Schülerbeteiligung, Herr Busemann?

“Dieser Gesetzesentwurf ist kein großer Wurf. Wir sind maßlos enttäuscht, dass eine angemessene Beteiligung von Schülerinnen und Schülern an Entscheidungen nicht vorgesehen ist”, sagte heute der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen Veit Albert.

Die SU habe immer wieder darauf gedrungen, eine angemessene Beteiligung von allen an Schule Beteiligten zu gewährleisten, so Albert. “Das gehört zu den Qualitätsmerkmalen einer guten Schule. Nur so kann sie demokratische, kritische, tolerante und engagierte Menschen erziehen.” Aus Schülersicht führe der Gesetzesentwurf zu einer “Direx-Diktatur”. Die Schüler Union halte hingegen am Schulvorstand als Entscheidungsgremium fest, weil nur dieser eine angemessene Beteiligung aller garantiere.

“Herr Busemann, so wird die Eigenverantwortliche Schule scheitern. Ich fordere Sie auf, diesen Gesetzesentwurf zurückzuziehen”, so Albert.

SUlerin beim Bundespräsidenten – Janina Uhlworm zu Gast im Berliner Schloss Bellevue zum Neujahrsempfang

Mitten zwischen der Prominenz aus Politik und öffentlichen Leben fand sich die SUlerin Janina Uhlworm beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten in Schloss Bellevue wieder. Jedes Jahr ehrt das Staatsoberhaupt verdiente Bürgerinnen und Bürger, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Die Göttingerin wurde für ihr Engagement in der Schülervertretung geehrt, wo sie unter anderem mehrere tausend Euro für ein Hilfsprojekt in Afrika gesammelt hat und ihren Einsatz in der Schüler Union als Kreisvorsitzende und Landesvorstandsmitglied.

Während der zwei Tage erlebte Sie nicht nur dem Empfang und ein festliches Mittagessen, bei dem Sie am Tisch der Präsidentengattin Eva Luise Köhler saß, sondern es blieb auch Zeit zur Besichtigung des politischen und kulturellen Berlins.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm sich einige Momente
Zeit zum Plausch mit Janina Uhlworm am Rande des Neujahrsempfangs.

Schüler Union: Unterrichtsqualität ist weitaus wichtiger als Vertretungsunterricht zur Verbesserung der Statistik

In der Debatte zur Unterrichtsversorgung an niedersächsischen Schulen hat sich der Vorsitzende der Schüler Union Niedersachsen, Veit Albert (18) zu Wort gemeldet: “Selbst 10.000 zusätzliche Lehrer würden nicht dazu führen, dass kein Unterricht mehr ausfällt. Die gegenwärtige Diskussion ist scheinheilig.”

Die von verschiedenen Kreiselternräten geäußerte Kritik, dass die Unterrichtsversorgung an niedersächsischen Schulen unzureichend sei, relativierte der Schüler aus Braunschweig: “Auch in Zukunft wird es zu Unterrichtsausfällen kommen, beispielsweise wenn Lehrerinnen und Lehrer aufgrund kurzer Erkrankungen oder Klassenfahrten nicht unterrichten können”, so Albert. “Es kann kein schulpolitisches Ziel sein, insbesondere nicht in der Sekundarstufe, jede ausgefallene Stunde durch andere Lehrer, die keinen Bezug zu den Schülerinnen und Schülern haben, zu vertreten – diese quantitative Veränderung könnte die Qualität des Unterrichtes kaum steigern. Betreutes Spielen lehnen wir ab”, stellte Albert fest.

Wichtig sei es allerdings, dass der Unterricht von lange erkrankten Lehrerinnen und Lehrern vertreten werde: “Wir treten dafür ein, dass auch zukünftig genügend “Feuerwehrkräfte”, also kurzfristig verfügbare Lehrkräfte, bereitstehen, um die längerfristigen Fehlzeiten zu kompensieren. Ein guter Anfang ist die bereits erfolgte Erhöhung der dafür zur Verfügung stehenden Mittel allemal.”

Abschließend hielt der Vorsitzende der mit rund 1400 Mitgliedern größten Schülerorganisation Niedersachsens fest: “Wenngleich die Umfragen einiger Kreiselternräte im Bezug auf die Unterrichtsversorgung nicht erfreulich sind, darf nicht verkannt werden, dass es eigentlich um Unterrichtsqualität gehen muss in den Schulen. Selbst 100% Unterrichtsversorgung machen eine Debatte über Unterrichtsinhalte nicht überflüssig.” Es müsse darum gehen, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit bestmöglicher Qualifikation in allen Lebensbereichen nach dem Schulbesuch gut zurechtfänden.

Schüler Union: Keine Atempause, aber mehr Unterstützung – Größter Schülerverband fordert Eigenverantwortliche Schule ohne “Direx-Diktatur”

„Die Schulen brauchen keine Atempause, sie brauchen nur ausreichende Unterstützung für die Umsetzung der richtigen und wichtigen Projekte“, kritisiert der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen neueste Forderungen aus der FDP. Deren Fraktionsvorsitzender Philipp Rösler hatte gefordert, die schulpolitischen Reformprojekte für ein Jahr auszusetzen.

„Es ist wichtig, jetzt weiter den konsequenten Weg der Reformen zu gehen, um nach Projekten wie der Schulstruktur- und der Oberstufenreform und der Einführung der Schulinspektion vor allem die ‚Eigenverantwortliche Schule’ abzuschließen. Was die Schulen aber brauchen, sind mehr Unterstützung durch präzisere Vorgaben, stärkere Entlastungen der Schulleitungen und umfassende Fort- und Weiterbildungen.“

Die Schüler Union hatte an diesem Wochenende bei einem Kongress mit Vertretern aus Wissenschaft, Schulverwaltung und Verbänden über die Eigenverantwortliche Schule diskutiert. Albert machte anschließend deutlich, dass die Schüler Union weiterhin das Modell des Schulvorstandes favorisiert. Dieser Schulvorstand bestünde aus Vertretern von Lehrer, Eltern und Schülern und würde gemeinsam mit dem Schulleiter die wichtigsten Entscheidungen für die Schule treffen. Das vom Kultusministerium im Referentenentwurf vorgeschlagene Modell mit einem mit vielen Kompetenzen ausgestatteten Schulleiter sei der Weg zu einer „ ‚Direx-Diktatur’, schlicht undemokratisch und einer guten Schule kontraproduktiv“.

„Richtig ist aber, dass nach der Einführung der Eigenverantwortlichen Schule erst einmal die Reformen an den Schulen ihre vollständige Wirkung entfalten sollten, damit das wichtigste Ziel der Bildungspolitik erreicht wird: die Verbesserung der Schulqualität für alle Schülerinnen und Schüler“, so der 18jährige Braunschweiger.

Schüler Union: Handyverbot realitätsfern und überflüssig – Größte Schülerorganisation Niedersachsens weist Vorschlag eines CDU-Politikers zurück

Als „realitätsfern“ hat der niedersächsische Landeschef der Schüler Union (SU), Veit Albert, den Vorschlag des CDU-Innenpolitikers Hans-Christian Biallas bezeichnet, Handys in den Schulen zu verbieten. Biallas hatte diese Forderung aufgestellt, nachdem mehrere Schüler verprügelt wurden und diese Taten mit Handy-Kameras gefilmt wurden.

„Ich frage mich, ob zu Herrn Biallas Schulzeiten nicht auch Raufereien und Prügeleien vorgekommen sind. Das ist damals wie heute zwar zu verurteilen, aber noch lange kein Grund ein Handyverbot für Schulen zu erlassen“, so der 18jährige Abiturient. „Es kommt ja auch keiner auf die Idee, den Internetzugang zu verbieten, weil damit viel Schindluder getrieben werden kann.“ Vielmehr sei es notwendig, den sinnvollen Umgang mit den modernen Medien in Elternhaus und Schule zu lehren, um zu einem angemessenen Umgang damit zu kommen. „Außerdem sind Mobiltelefone auch für eine Steigerung der Sicherheit verantwortlich, wenn man in Gefahrensituationen einen Notruf absetzen kann oder seine Eltern über eine Verspätung informieren kann“, so der Braunschweiger Albert.