“Kurs halten, Herr Minister!”

Mit deutlichen Worten widerspricht der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes (19), der Kritik verschiedener Lehrerverbände am bildungspolitischen Kurs der Landesregierung: „Der bislang eingeschlagene Reformkurs muss zum Wohl der Schülerinnen und Schüler Niedersachsens unbedingt fortgesetzt werden. Nichtraucher-Erlass und gewaltfreie Schule etwa werden zu einer Verbesserung des Lernklimas an unseren Schulen beitragen.“

„Die Projekte ‚Schul-TÜV’ und die ‚eigenverantwortliche Schule’ sind wichtige Meilensteine auf dem Weg zu einem Schulsystem, das Leistung und Qualität zur Maxime seiner Arbeit macht“, betont der SU-Chef die Bedeutung kommender Reformvorhaben.

Der 19-jährige angehende Abiturient Cordes vermutet: „Offenbar geht in den Lehrerverbänden die nackte Angst um, dass einzelne Schulen beim ‚Schul-TÜV’ schlecht abschneiden. Daher versucht man nun dieses Vorhaben mit aller Macht zu sabotieren. Nur wenn Schwächen und Stärken aufgezeigt werden, kann die einzelne Schule – und nur darum geht es hier – verbessert werden.“

„Völlig unbegreiflich ist uns außerdem, weshalb man von Seiten der Lehrer früher immer mehr Freiheiten für den Schulbetrieb eingefordert hat und jetzt engstirnig versucht die ‚eigenverantwortliche Schule’ gegen die Wand fahren zu lassen“, so der Chef der mit 1000 Mitgliedern größten politischen Schülerorganisation Niedersachsens.

Auch seien die Beschwerden seitens der Lehrerverbände über „Arbeitsüberlastung“ nicht nachvollziehbar: „Jeder an Schule Beteiligte muss seinen Teil zu einer Verbesserung unseres Bildungswesens beitragen. Den Lehrerinnen und Lehrern kommt hierbei natürlich eine zentrale Verantwortung zu. Zeiten des Bildungsnotstandes erfordern eben auch besonderes Engagement der Kollegien.“

Abschließend appelliert Cordes: „ Kurs halten, Herr Minister! Der für die Einführung der ‚eigenverantwortlichen Schule’ ursprünglich vorgesehene Zeitplan muss im Interesse der Schülerinnen und Schüler Niedersachsens unbedingt eingehalten werden.“ Spätestens seit PISA sei schließlich bekannt, dass Eigenverantwortlichkeit und regelmäßige Qualitätsüberprüfungen den richtigen Weg für eine Gesundung unseres kränkelnden Bildungswesens darstellen.

“Kurs halten, Herr Minister!”

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