Schüler Union: Unterrichtsqualität ist weitaus wichtiger als Vertretungsunterricht zur Verbesserung der Statistik

In der Debatte zur Unterrichtsversorgung an niedersächsischen Schulen hat sich der Vorsitzende der Schüler Union Niedersachsen, Veit Albert (18) zu Wort gemeldet: “Selbst 10.000 zusätzliche Lehrer würden nicht dazu führen, dass kein Unterricht mehr ausfällt. Die gegenwärtige Diskussion ist scheinheilig.”

Die von verschiedenen Kreiselternräten geäußerte Kritik, dass die Unterrichtsversorgung an niedersächsischen Schulen unzureichend sei, relativierte der Schüler aus Braunschweig: “Auch in Zukunft wird es zu Unterrichtsausfällen kommen, beispielsweise wenn Lehrerinnen und Lehrer aufgrund kurzer Erkrankungen oder Klassenfahrten nicht unterrichten können”, so Albert. “Es kann kein schulpolitisches Ziel sein, insbesondere nicht in der Sekundarstufe, jede ausgefallene Stunde durch andere Lehrer, die keinen Bezug zu den Schülerinnen und Schülern haben, zu vertreten – diese quantitative Veränderung könnte die Qualität des Unterrichtes kaum steigern. Betreutes Spielen lehnen wir ab”, stellte Albert fest.

Wichtig sei es allerdings, dass der Unterricht von lange erkrankten Lehrerinnen und Lehrern vertreten werde: “Wir treten dafür ein, dass auch zukünftig genügend “Feuerwehrkräfte”, also kurzfristig verfügbare Lehrkräfte, bereitstehen, um die längerfristigen Fehlzeiten zu kompensieren. Ein guter Anfang ist die bereits erfolgte Erhöhung der dafür zur Verfügung stehenden Mittel allemal.”

Abschließend hielt der Vorsitzende der mit rund 1400 Mitgliedern größten Schülerorganisation Niedersachsens fest: “Wenngleich die Umfragen einiger Kreiselternräte im Bezug auf die Unterrichtsversorgung nicht erfreulich sind, darf nicht verkannt werden, dass es eigentlich um Unterrichtsqualität gehen muss in den Schulen. Selbst 100% Unterrichtsversorgung machen eine Debatte über Unterrichtsinhalte nicht überflüssig.” Es müsse darum gehen, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit bestmöglicher Qualifikation in allen Lebensbereichen nach dem Schulbesuch gut zurechtfänden.

Schüler Union für rauchfreie Schule! – Cordes: „Nur noch qualmende Köpfe an unseren Schulen!“

Die Schüler Union (SU) Niedersachsen begrüßt das Vorhaben des Niedersächsischen Kultusministers Bernd Busemann, das Rauchen an allen Schulen zu verbieten: „An den Schulen sollen in Zukunft nur noch die Köpfe qualmen“, so der SU-Landesvorsitzende Till Cordes.

Cordes mahnt aber eindrücklich: „Um das Rauchverbot bei der Schülerschaft glaubhaft durchsetzen zu können, muss aber auch den Lehrkräften und allen anderen Beschäftigten und Besuchern der Schulen das Rauchen auf dem Schulgelände verboten werden.“

Nicht zu unterschätzen sei nach wie vor die Wirkung von Drogenprävention an Schulen, so der 18-jährige. Jüngst habe die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) festgestellt, dass immer weniger Jugendliche zur Zigarette greifen. Diesen Erfolg gelte es auszubauen: „Drogenprävention hat sich als effektiv erwiesen und muss daher ein wichtiger Bestandteil der Suchtverhinderung an Niedersachsens Schulen bleiben!“

Schüler Union: Schul-TÜV grundsätzlich gute Idee! – Niedersachsens größte Schülerorganisation begrüßt Qualitätsüberprüfungen

„Wir Schüler werden von unseren Lehrern benotet, daher ist es nur folgerichtig, dass nun auch die Schulen einer Leistungskontrolle unterzogen werden“, so der 18-jährige Landevorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes zu den Plänen des Kultusministeriums zum sogenannten „Schul-TÜV“.

Cordes sagte weiter, dass in die Auswertung der Ergebnisse nicht nur die Eltern und die Schulleitung einbezogen werden müssten: „Wir Schülerinnen und Schüler wissen am besten, wo es hakt. Wir müssen daher auch beteiligt werden. Ich bin mir sicher, dass sich meine Mitschülerinnen und Mitschüler verantwortungsbewusst dieser Aufgabe stellen werden.“

Der SU-Chef warnte: „Das lobenswerte Projekt ‚Schul-TÜV’ darf aber nicht auf eine reine Sachstandsfeststellung reduziert werden. Wo eklatante Missstände auftauchen, müssen Schulträger und Schulaufsicht umgehend geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen.“

Es dürfe auch nicht gezögert werden, Schulleiter und Lehrer, die sich als unfähig erwiesen haben, aus dem Dienst zu entfernen.

Außerdem bezeichnete Cordes es als sinnvoll, den Schul-TÜV mit einer Selbstevaluation aller an Schule Beteiligter zu ergänzen.

Schüler Union gegen Abschaffung der Zeugnisnoten und des Sitzenbleibens!

„Ich bin für die Abschaffung des Sitzenbleibens, und zwar des Sitzenbleibens von offensichtlich überforderten Politikern auf ihren Posten. Herr Jüttner ist offenbar spätestens seit 1968 nicht mehr versetzt worden, so tief greift er mit seiner Forderung in die ideologische Mottenkiste. Nicht erst seit „PISA“ sollte es in der Schulpolitik um Klassenziele und nicht mehr um Klassenkämpfe gehen“, so der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes.

Auch Jüttners zweiten Vorschlag, die Zeugnisnoten abzuschaffen, bezeichnet Cordes als „kontraproduktiv“. Schüler und Eltern bräuchten „das Feedback des Zeugnisses“. Reine Textbewertungen seien häufig beschönigend und nicht eindeutig.

Auch dem Vorschlag nach Abschaffung der Hauptschule erteilte Cordes eine klare Absage. „Wer die Hauptschule abschaffen will, muss wohl auch die Hauptschüler abschaffen wollen. Die geringe gesellschaftliche Akzeptanz der Hauptschule muss verbessert werden, in dem die wichtige Bedeutung dieser Schulform im System des dreigliedrigen Schulwesens verdeutlicht wird.“

„Alle Schüler müssen ihren Begabungen gerecht gefördert und gefordert werden, daher treten wir für den Erhalt des dreigliedrigen begabungsgerechten Schulsystems ein“, so der 18-jährige Landesvorsitzende.

Die Ergebnisse und Probleme der OECD-Studie ließen sich im übrigen nicht auf Strukturdebatten reduzieren, es gehe vielmehr darum die Qualität des Unterrichts an sich zu verbessern, so der angehende Abiturient aus dem Alten Land.