Größte politische Schülerorganisation Niedersachsens zu „PISA II“ – SU-Landeschef: “PISA II nur bedingt aussagefähig”

In einer ersten Reaktion kommentiert der Vorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes, Vorabinformationen aus der zweiten weltweiten PISA-Studie wie folgt:

„Auch PISA II hat wieder eine miserable Benotung der Leistungen der deutschen Schüler zum Ergebnis. Die Ursachen hierfür liegen insbesondere in mangelnder Problemlösungs- und Sprachkompetenz.“

Zentrales Problem sei, dass die Kinder ausländischer Herkunft, aber zunehmend auch Kinder deutscher Herkunft, mangelnde Sprachkenntnisse haben: „Wer die deutsche Sprache nicht beherrscht, verliert logischerweise den Anschluss an die anderen Schüler. Hier besteht weiterer Handlungsbedarf!“

Forderungen nach einer flächendeckenden Einführung von Gesamtschulen als Antwort auf die jüngste PISA-Studie erteilt der angehende Abiturient eine klare Absage: „Die Verbesserung der Ergebnisse von Schule hängt nicht von der Schulstruktur ab, sondern kann nur ein Ergebnis gemeinsamer Bemühungen von Politik, Lehrern, Eltern und Schülern sein!“

Cordes warnt auch vor einer „Verflachung“ des Schulunterrichts: „Wir Schülerinnen und Schüler brauchen nicht nur Faktenwissen und dumpfes Auswendiglernen, sondern auch, mehr denn je, Sozial- und Methodenkompetenzen, die für ein rohstoffarmes Land den wahren Standortvorteil ausmachen.“

Im übrigen sei die zweite PISA-Studie nur bedingt aussagekräftig: „Die Maßnahmen der niedersächsischen Landesregierung werden sich erst in einigen Jahren auswirken, aber wir sehen die Bildungspolitik in Niedersachsen auf dem richtigen Weg“, so Cordes.