Größte politische Schülerorganisation Niedersachsens zu „PISA II“ – SU-Landeschef: “PISA II nur bedingt aussagefähig”

In einer ersten Reaktion kommentiert der Vorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes, Vorabinformationen aus der zweiten weltweiten PISA-Studie wie folgt:

„Auch PISA II hat wieder eine miserable Benotung der Leistungen der deutschen Schüler zum Ergebnis. Die Ursachen hierfür liegen insbesondere in mangelnder Problemlösungs- und Sprachkompetenz.“

Zentrales Problem sei, dass die Kinder ausländischer Herkunft, aber zunehmend auch Kinder deutscher Herkunft, mangelnde Sprachkenntnisse haben: „Wer die deutsche Sprache nicht beherrscht, verliert logischerweise den Anschluss an die anderen Schüler. Hier besteht weiterer Handlungsbedarf!“

Forderungen nach einer flächendeckenden Einführung von Gesamtschulen als Antwort auf die jüngste PISA-Studie erteilt der angehende Abiturient eine klare Absage: „Die Verbesserung der Ergebnisse von Schule hängt nicht von der Schulstruktur ab, sondern kann nur ein Ergebnis gemeinsamer Bemühungen von Politik, Lehrern, Eltern und Schülern sein!“

Cordes warnt auch vor einer „Verflachung“ des Schulunterrichts: „Wir Schülerinnen und Schüler brauchen nicht nur Faktenwissen und dumpfes Auswendiglernen, sondern auch, mehr denn je, Sozial- und Methodenkompetenzen, die für ein rohstoffarmes Land den wahren Standortvorteil ausmachen.“

Im übrigen sei die zweite PISA-Studie nur bedingt aussagekräftig: „Die Maßnahmen der niedersächsischen Landesregierung werden sich erst in einigen Jahren auswirken, aber wir sehen die Bildungspolitik in Niedersachsen auf dem richtigen Weg“, so Cordes.

SV-Seminar erneut ein voller Erfolg – SU-Chef Till Cordes: „Unsere Schülergeneration ist aktiv und engagiert“

130 Schülervertreterinnen und Schülervertreter aus ganz Niedersachsen haben am diesjährigen SV-Seminar der Schüler Union (SU) Niedersachsen im Niedersächsischen Landtag teilgenommen. Die dritte Auflage dieser Großveranstaltung wurde auch in diesem Jahr zu einem Highlight der SU-Aktivitäten.
Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung der SU-Arbeit durch den SU-Chef Till Cordes (18) sprach der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, David McAllister, zu den Schülerinnen und Schülern.
In seiner Rede betonte er einmal mehr die dramatische Haushaltslage Niedersachsens, so zahle das Land täglich 7 Millionen Euro an Zinsen. Der konsequente Sparkurs der CDU-FDP-geführten Landesregierung trage dazu bei, kommenden Generationen Gestaltungs- und Handlungsfreiheit zu ermöglichen.
„Dennoch setzt die Landesregierung unter Führung von Ministerpräsident Christian Wulff mit 2500 neuen Lehrern und einer Unterrichtsversorgung von nahezu 100 % ein klares Zeichen ihrer Zukunftskompetenz“, so der 33-jährige.
Neben dem eindeutigen Bekenntnis zum gegliederten Schulwesen seien auch die Abschaffung der Orientierungsstufe, das Zentralabitur nach 12 Jahren und verstärkte Sprachtests ein Teil des richtigen Weges, um das niedersächsische Bildungswesen aus dem „PISA-Tal“ herauszuführen. Die ausdrückliche Unterstützung eines Teilnehmers für die FDP-Forderung, den freien Elternwillen einzuschränken wies McAllister zwar unter Verweis auf den Koalitionsvertrag zurück, zeigte aber Verständnis für diese alte SU-Forderung.
Abschließend lobt der Fraktionschef ausdrücklich das Engagement der SU: „Ich halte das SV-Seminar für wichtig und würde mich freuen, wenn es auch in Zukunft angeboten würde!“
Nach der Rede und Diskussion mit David McAllister begannen die Schülervertreter mit der eigentlichen Arbeit: In Kleingruppen aufgeteilt wurden sie in Workshops mit den Grundlagen der Schülervertretungsarbeit, der Rhetorik und der Eventplanung vertraut gemacht.
Nach durchweg positiven Rückmeldungen und rund dreißig neugeworbenen Mitgliedern präsentierte sich SU-Chef Till Cordes am Schluss der Veranstaltung äußerst zufrieden: „Das SV-Seminar war ein voller Erfolg. Es ist uns gelungen, die Schüler Union als einen modernen Dienstleister für Schülervertreter zu präsentieren. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir fortsetzen. Das SV-Seminar ist jedes Jahr von neuem der Beweis, dass unsere Generation nicht desinteressiert und passiv ist, sondern sich an den Schulen aktiv für ein besseres Umfeld und ein interessanteres Schulleben einsetzt.“

Geschichte der Trennung Deutschlands im Unterricht verankern – Größte niedersächsische Schülerorganisation fordert Erweiterung des Geschichtsunterricht

Angesichts des 15. Jahrestages des Mauerfalls am morgigen Dienstag forderte der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes, die verstärkte und verpflichtende Unterrichtung der Geschichte der Trennung Deutschlands, der Deutschlandpolitik und der Wendezeit. “In Gesprächen mit Mitschülerinnen und Mitschülern habe ich große Wissensdefizite in diesem Bereich festgestellt und auch die Ostalgie-Welle, die durch das Land zog, hat nicht zur Vermittlung der Geschehnisse von Unterdrückung und Schikane in der DDR beigetragen. Die Wahlergebnisse extremistischer Parteien sollten eine Mahnung sein, diesen wichtigen Bereich der Geschichte nicht zu vernachlässigen. Zudem lässt sich eine Unterrichtseinheit zu diesem Thema didaktisch hervorragend mit Besichtigungen von DDR-Gefängnissen, Mauermuseen und anderen Gedenkstätten zu dieser Zeit oder mit Zeitzeugengesprächen verbinden.”