Alt-Ministerpräsident Ernst Albrecht bei Schüler Union – Gemeinsame Kreisvorsitzendenkonferenz von Schüler Union, Junger Union und RCDS

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Kreisvorsitzendenkonferenz von JU, SU und RCDS im niedersächsischen Landtag standen ein Vortrag des ehemaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht sowie eine Diskussion über das Selbstverständnis der drei Jugendorganisationen. Der niedersächsische Ministerpräsident der Jahre 1976 bis 1990, der sich heute aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat und als Berater der Regierung Kirgistans fungiert, wies die Zuhörer eindringlich auf die Probleme in der Bundesrepublik und die Notwendigkeit eines immer fortwährenden Erneuerungsprozesses hin. Jede Generation müsse von Neuem Frieden, Freiheit und Wohlstand sichern, so der CDU-Politiker. Albrecht lobte am Ende seines mit viel Applaus bedachten Vortrages den Politiknachwuchs: „Ich bin jedem dankbar, dass er sich schon in jungen Jahren für unseren Staat engagiert.“ Nach einer anschließenden Kaffeepause tauschten die Kreisvorsitzenden ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den jeweils anderen Jugendorganisationen, untereinander aus. Alle Teilnehmer stimmten darin überein, die Beziehungen zwischen Schüler Union (SU), Junger Union (JU) und dem Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) zu intensivieren.

Schüler Union präsentiert sich auf CDU-Landesparteitag

Am Freitag und Samstag vergangener Woche fand der Landesparteitag der CDU in Niedersachsen statt. Fünfzehn Teilnehmer aus den Reihen der Schüler Union nahmen an der Tagung in der Eilenriedehalle in Hannover teil.

Neben dem fast vollständig anwesenden SU-Landesvorstand, hatte die SU-Bundesvorsitzende Karolina Swiderski den langen Weg aus Nordrhein-Westfalen für ihren ersten Besuch in Niedersachsen nach ihrer Wahl Anfang Juli angetreten. Am Informationsstand waren die SUler den ganzen Parteitag über für Fragen und Anregungen der Delegierten präsent.

Begeistert waren die Delegierten, als die SUler gegen Ende der Tagung an die über 500 Teilnehmer des Parteitages „Lions“ sowie einen Flyer mit dem „Wir haben Biss!“ verteilten.

Landesregierung auf dem richtigen Weg!

Die Schüler Union (SU) Niedersachsen stellt der Landesregierung kurz vor Beginn des neuen Schuljahres ein gutes Zeugnis aus: „Die Reformen gehen größtenteils in die richtige Richtung“, freut sich SU-Chef Till Cordes. Seit der Regierungsübernahme hätten „Vertrauen und Verlässlichkeit“ wieder Einzug in die niedersächsische Bildungspolitik gefunden.

„Endlich Schluss mit reiner Ankündigungspolitik“, resümiert der aus Grünendeich (Altes Land) stammende Cordes zufrieden. Besonders gefreut habe die größte niedersächsische Schülerorganisation, dass das Land Niedersachsen erneut über 1.500 neue Lehrerinnen und Lehrer eingestellt habe und damit alle frei werdenden Lehrerstellen neu besetzt worden sind.

Reformen, wie die Abschaffung der Orientierungsstufe oder das Abitur nach 12 Jahren, seien schon lange Forderungen der Schüler Union. Insbesondere letzteres sei von den Schülerinnen und Schülern geradezu herbeigesehnt worden, um im internationalen Wettbewerb um die beste Ausbildung bestehen zu können.

Das klare Bekenntnis zum gegliederten Schulwesen, und die damit verbundene Aufwertung der Hauptschule, „weg von der ‚Restschule’“, hin zu einer „zukunftsfähigen praxisnahen Schulform“, werde sich mittelfristig auszahlen.

Über einige Detailfragen bezüglich der Oberstufenreform müsse zwar noch diskutiert werden, aber grundsätzlich sei auch das Gymnasium „auf dem richtigen Weg“.

Der 18jährige Landesvorsitzende abschließend: „Für die nächsten Jahre wünschen wir uns, dass Minister Bernd Busemann und sein Team Kurs halten und die Schulpolitik in Zukunft von weiteren Sparrunden verschont bleibt. Wir bleiben ein kritischer und aufmerksamer Begleiter im Interesse unserer Mitschülerinnen und Mitschüler.“

Sommerloch-Express – Schüler Union kritisiert Reformdiskussion auf dem Rücken der Schüler

Angesichts der Bildung einer Volksinitiative für die Rücknahme der Rechtschreibreform sagte der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes:

„Seit mehr als sechs Jahren lernen wir Schüler jetzt die neuen Rechtschreibregeln. Wir wären fast die einzigen Leidtragenden, wenn die grundlegenden Änderungen, die die Reform mit sich gebracht hat, nun komplett zurückgenommen würden.

Denn fast alle, die jetzt erneut lautstark gegen die Reform zu Felde ziehen, halten sich doch ohnehin nicht an die neuen Regeln. Stattdessen schreiben sie seit sechs Jahren weiter in alter Rechtschreibung: Aus Trotz oder Bequemlichkeit. Es fällt natürlich außerordentlich leicht, jetzt die Forderung nach der Rücknahme einer Reform aufzustellen, an die man sich sowieso nie gehalten hat. Und zwar ohne jedes persönliche Risiko: Im Gegensatz zu uns Schülern bekommt es kein Politiker, Publizist oder Hochschullehrer rot angestrichen, wenn er seine Texte in einer anderen als
der offiziellen Schreibweise verfasst. Für uns hingegen, die zum Teil mitten in unserer Schulzeit umlernen mussten, heißt es schlimmstenfalls: Punktabzug.

Die Politik hat seinerzeit die neuen Schreibweisen verordnet. Vieles an der Reform war fragwürdig. Doch wir Schüler wurden verpflichtet, uns an sie zu halten. Nun sollen wir uns erneut an neue Regeln gewöhnen, nur weil Teile der Politik einen längst abgefahrenen Zug als Sommerloch-Express wieder entdeckt haben? Da ist man als Schüler geneigt, diesmal zu sagen: ‚Ohne mich. Ich schreibe weiter wie bisher.’ Worte, die den notorischen Reformverweigern eigentlich bekannt vorkommen müssten.

Im Deutschunterricht haben die Schüler nicht nur in Rechtschreibung, sondern auch in Literatur aufgepasst. Wer sie jetzt zu einem erneuten Umlernen zwingen will, läuft Gefahr, eine ‘klassische’ Antwort zu bekommen: das Zitat vom Götz.”