Erfolg für Schüler Union bei Landesschülerratswahlen

Bei der konstituierenden Versammlung des 14. Landesschülerrats (LSR), die am heutigen Freitag in Hannover stattgefunden hat, konnte die mit rund 1.000 Mitgliedern größte niedersächsische Schülerorganisation, die Schüler Union Niedersachsen zwei Erfolge verbuchen.

Als eine von fünf Sprecherinnen und Sprechern wurde das Uelzener SU-Mitglied Julia Will gewählt. Die 19-jährige Abiturientin ist Schülerin des Gymnasiums Lüneburger Heide.
Weitere Mitglieder des Sprecherkreises sind Nicole Ciomber (Delmenhorst), Friederike Pfeifer (Nordhorn), Alexander Meyer zum Felde (Varel) und Per Meyer (Wulften).

In den Landesschulbeirat, der sich aus Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern sowie Vertretern einiger Verbände zusammensetzt, wurde der Landesvorsitzende der Schüler Union, Till Cordes, aus Grünendeich (Landkreis Stade) als eines von sechs Mitgliedern aus dem Kreise des Landesschülerrats gewählt.

Cordes kündigte an, während der zwei Schuljahre dauernden Amtszeit des Landesschülerrats, konstruktive Politik im Interesse der Schülerinnen und Schüler Niedersachsens zu betreiben. Der 17jährige wörtlich: “Im Gegensatz zu anderen politischen Jugendverbänden sind wir nicht ideologisch verbrämt und haben als Ziel die Verbesserung der Bildungslandschaft – auf dem Weg zu einer schülerfreundlichen Schule, die fördert und fordert.”

“0:1 durch Eigentor” – SU lehnt Söders Vorschläge entschieden ab

„0:1 durch Eigentor“, so der Landesvorsitzende der Schüler Union (SU) Niedersachsen, Till Cordes, stünde das Spiel „Söder gegen die Jugend“ gleich zu Beginn des Matches. Der 17-jährige Schüler reagiert damit auf den Vorschlag des CSU-Generalsekretärs Markus Söder, dass es Kinder unter 14 Jahren nicht mehr erlaubt sein sollte nach 20 Uhr ohne elterliche Begleitung nach draußen zu dürfen.

„Herr Söder sollte mal lieber die gesellschaftlichen Realitäten betrachten anstatt mit populistischen Vorschlägen verzweifelt versuchen in den Medien Aufschlag zu finden: Ich bin bereits gespannt, wie er in einigen Jahren seinen 13-jährigen Kindern erklären will, dass diese im Sommer bei Helligkeit in den Sommerferien nach 20 Uhr nicht mehr alleine zu ihren Freunden dürfen.“

„Nur weil einige wenige Kinder verhaltensauffällig werden, kann man nicht gleich alle abends wegsperren“, so Cordes und verweist gleich auf praktische Probleme: „Will Söder jetzt die Polizei zu Kinderjägern machen anstatt das diese sich um die wirklich bedeutsamen Probleme kümmert?“

Untauglich für die Kriminalitätsbekämpfung sei der Vorschlag, bekämpfe er doch nicht die Ursache: „Vielmehr hat Dr. Söder ja Recht, dass die Ursachen für die Jugendkriminalität zum Großteil im Elternhaus liegen. Aber warum man dann die Kinder dafür bestrafen muss, wird wohl weiter das Geheimnis des CSU-Generals bleiben.“