Seminar/Landesausschuss am 29./30. November 2003 in Göttingen – Nachwahlen, intensive inhaltliche Diskussionen und eine neue Erfahrung für die meisten Schülerinnen und Schüler

standen auf dem Programm in Göttingen.

Im zentralen Hörsaalgebäude der Uni Göttingen tagten die rund 25 “SUler”. Ein ganz ungewöhnlicher Tagungsort, aber die SU ist halt nicht nur eine politische Organisation, sondern bietet ihren Mitgliedern (und allen anderen Schülern) auch Service und dazu gehört es auch, über den Tellerrand hinauszublicken – in diesem Fall also ein erstes Reinschnuppern in die Universität.

Im Seminarteil des Wochenendes wurde die Frage erörtert, wie man Schule verbessern könne: Nicht nur Schulstruktur und neue Lehrer, sondern auch ein Umbau des Unterrichts um mehr Fähigkeiten – über reines Faktenwissen hinaus – zu erwerben.

Die Vorstellung des Projektes “junior”, bei dem Schüler echte Firmen gründen und das richtige Wirtschaftsleben kennenlernen, durch zwei Vertreter dieses Projekts stand dabei genauso auf dem Programm wie auch ein Vortrag von Hartmut Häger vom Niedersächsischen Landesinstitut für Schulentwicklung und Bildung (NLI), der praktische Möglichkeiten zur Evaluation des Unterrichts in der Schule aufzeigte. Dabei ginge es nicht darum, Lehrer bloßzustellen: Vielmehr solle der gute Lehrer ein Feedback bekommen, was er an seinem Unterricht konkret verbessern könne und dieses unverzüglich in der jeweiligen Klasse bzw. im Kurs umsetzen könne.

Auch der Gremienarbeit widmeten sich die rund 25 Teilnehmer an dem Wochenende: Nach einer lustigen und feucht-fröhlichen Erkundung des Göttinger Nachtlebens stand der Landesausschuss auf dem Programm, bei dem der Göttinger Kreisvorsitzende Thomas Deppe und die Hildesheimerin Charlotte von der Heyde (beide 17) in den Landesvorstand nachgewählt wurden.

“Die Landesregierung vorantreiben” will die SU mit ihrem Leitantrag “Die Göttinger Sieben: Unsere Thesen zur Schulreform in Niedersachsen”, der sieben konkrete Forderungen zur Verbesserung der Bildungsqualität in Niedersachsen enthält. Dieses sind die Einführungen von Evaluationen und die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schüler, damit verbunden vor allem die Beibehaltung der bisherigen Klassengrößen. “Die Landesregierung hatte einen guten Start in der Bildungspolitik, aber die jetzt aufkeimenden Sparmaßnahmen sind falsch”, so SU-Landesvorsitzender Till Cordes, sparen sei richtig, aber nicht an der Zukunft der jungen Generation. Desweiteren erhält der Leitantrag Forderungen zur kulturellen und politischen Bildung und zur Förderung von schulischen Wettbewerben wie dem oben erwähnten Projekt “junior” oder auch “Jugend debattiert” und “Jugend forscht”.

Seminar/Landesausschuss am 29./30. November 2003 in Göttingen – Nachwahlen, intensive inhaltliche Diskussionen und eine neue Erfahrung für die meisten Schülerinnen und Schüler

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